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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Das Holz und seine Verarbeitung.

Die Gattersägen dienen znm Auftrennen von Baumstämmen der Länge nach behufsErzeugung von Brettern, Bohlen, Kanthölzern und Fournieren und werden stets durchElementarkraft betrieben. Jede Gattersäge besteht aus dein eigentlichen Gatter, der An-triebsvorrichtung und dem Mechanismus für die Zuschiebnng des Holzes (der Bloches. DasGatter ist ein fester, rechteckiger aus Holz oder Eisen konstruierter Rahmen, in welchem,gleichlaufend mit den Langseiten desselben ein Sägeblatt befestigt ist, oder auch derenmehrere eingespannt sind', der Rahmen wird in genauen Führungen entweder vertikaloder nahezu vertikal auf- und abwärts (Bertikalgatter, sehr häufig) oder horizontal hin-nnd herbewegt (Horizontalgatter). Der Antrieb des Gatters erfolgt meist durch Kurbelund Pleuelstange, selten direkt durch die Kolbenstange eines Dampfcylinders.

Das zu schneidende Holz liegt entweder auf einem mit Rollen oder Rädern versehenenWagen, der vvm Gatter aus durch Hebel nnd Zahnrad (oder einer Schiebklaue mit Friktionsrad)vorwärts bewegt wird oder er wird mittels geriffelter Walzenpaare, die den Block einklemmen,

der Säge zugeführt. Dieeinfachste Bauart zeigendie Waldsägen oderMühlsägen, welche ge-wöhnlich nur ein Säge-blatt, selten deren zweibesitzen; diese Säge-gattung ist der Haupt-sache nach aus Holz her-gestellt. Einen sehr kom-plizierten Mechanismusbesitzen die Voll- oderBundgatter (Abb. 8),welche bis zu 18 Säge-blättern in einem Rah-men tragen; bei diesenwird der Holzblock mit-tels eines einzigen Vor-schubes ganz aufge-trennt, um das zeit-raubende , oftmaligeHin- und Herschiebendes Blockes zu ersparen.

Die Sägen beieinem Gatter könnenentweder einseitig wirkend oder doppelt wirkend sein; im letzteren Falle muß das Holzununterbrochen mit gleichförmiger Geschwindigkeit zugeschoben werden, im ersteren Fallejedoch meist eine Unterbrechung in der Zuschiebnng eintreten. Letztere erfolgt dann nurruckweise. Die üblichste Anordnung ist die, daß bei Vertikalgattern die Säge nur imNiedergänge schneidet, die Zuschiebnng des Holzes erfolgt hierbei im Niedergänge. Eineandere Anordnung besteht darin, daß das Sägeblatt oben etwas breiter ist, als unten(überhängende Sägeblätter); die Säge schneidet hier gleichfalls nur während des Nieder-ganges, der Vorschub des Holzes geschieht entweder ununterbrochen oder ruckweise währenddes Aufganges. Endlich gibt es noch Bertikalgattersägen, bei welchen doppelt wirkendeSägen ununterbrochen, also sowohl während des Anfganges, als auch während desNiederganges schneiden, wobei der Vorschub natürlich auch ununterbrochen ist.

Die Horizontalgatter (Abb. 7), die meist zum Fournierschneiden benutzt werden,schneiden nach beiden Seiten hin und besitzen selbstverständlich ununterbrochenen Vorschub.

Zwischen der einfachen Waldsäge und den Bundgatterkolossen finden sich in derBauart natürlich zahlreiche Abstufungen; die Waldsägen tragen meist noch den ursprüng-lichen Charakter, den sie seit Jahrhunderten ausweisen. Meist von einfachen Zimmerleuten

7. Horizontale Gattersägeder Maschinenfabrik Kappel in Kappel-Chcmniy.

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