Band 
Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
Seite
21
JPEG-Download
 

21

Verarbeitung auf mechanischem Wege. Trennungsarbeiten.

erbaut, die nach traditioneller Weise arbeiten, zeigen sie doch oft eine überraschendsinnreiche Anordnung. Die Bnndgatter stellen hervorragende Leistungen des modernenMaschinenbaues dar; das Bestreben der Konstrukteure geht dahin, Sägemaschinen her-zustellen, die nebst der größten Leistungsfähigkeit geringer Betriebskräfte bedürfen unddabei möglichst wenig Holz in Späne verwandeln. In neuerer Zeit hat man in Frank-reich Dvppelgatter geschaffen, die sehr leicht gebaut sind, zweiseitig schneidende Sägen undeine sehr große Tourenzahl besitzen.

In Amerika sind neben den modernen Sägemaschinen die sogenannten Mnlaysägenin Verwendung; bei denselben ist das Sägeblatt ohne Rahmen und nngespannt. DieseSägegattung arbeitetmit großem Holzverlust,weil das Blatt zur Er-haltung der nötigenSteifigkeit beträchtlichdick und breit sein muß,eignet sich also nicht fürunsere Verhältnisse.

In die Kategorieder Gattersägen kannman noch die Dekou-piersägen rechnen, diezum Ausschneiden vonbeliebig gestalteten Fi-guren aus Bretterflä-chen und Fvnrnierendienen. Das Blatt be-wegt sich vertikal unvschneidet nur im Nieder-gänge; Las zu durch-brechende Brett ruhtauf einer horizontalen,manchmal auch schrägverstellbarenTischplatteund wird durch die Handvorgeschoben. In eini-gen Fällen findet dieBewegung des Blattesin horizontaler Rich-tung, jedoch auch nureinseitig wirkend, statt.

Die Dekupiersäge istähnlich der Gattersägein einem Rahmen ein-gespannt, der entweder durch die Hand des Arbeiters, oder mittels eines Trittbrettes, häufigaber auch durch Maschinenkraft in Bewegung gesetzt würd. Zum Ausschneiden von Ver-zierungen in sehr großen Brettflächen, wie wir solche häufig zu Füllungen der Giebel vonVillenbauten benutzt finden, ist das Sägeblatt nicht in einem Rahmen befestigt, sondernam oberen Ende mit einer an der Decke montierten Feder verbunden, welche beim Nieder-gänge das Sägeblatt spannt, während das untere Ende an einem durch Kurbel undPleuelstange bewegten Gleitstücke festgemacht ist lAbb. 9).

Die ältere Form der stetig arbeitenden Sägen ist die Kreissäge. Dieselbe bestehtaus einer kreisrunden Stahlscheibe, die an ihrem Umkreis mit Zähnen versehen ist; inder Mitte ist sie durchkocht und wird auf eine Welle geschoben, mit der sie durch Backenin fester Verbindung steht und sich dreht. Die Welle wird durch eine Riemenscheibe an-

S. Sundsügcgattcr mit Matrrmnfiihrmig.

^ ,

^ !