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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Tie Herstellung des Papiers durch Handarbeit.

die entknotete Masse ansammelt. Am Boden desselben befindet sich ein Dampfrohr znmErwärmen der Masse und eine Rührvorrichtung, um dieselbe immer gleich dicht zn er-halten. Der vor der Bütte stehende Schöpfer taucht die Form beinahe senkrecht mitbeiden Händen bis zn annähernd gleichbleibender Tiefe in das Ganzzeng, stellt sie in der-selben Wagerecht und hebt sie mit Masse gefüllt heraus. Hierauf folgt ein Hin- und Her-schwingen derselben, um ein besseres Durchstießen des Wassers und ein gutes Aneinander-legen der Fasern zn bewirken. Nun hebt er den Deckel ab, schiebt die Form mit demdarauf gebildeten Bogen dem Gantschcr zu, nimmt eine zweite Form und setzt seine Arbeitfort. Der Gautscher erfaßt die gegen eine Latte gelehnte Form, wendet sie geschickt umund preßt so den noch nassen Papierbogen gegen eine auf dein Preßbrett liegende Filz-platte, auf der sich der Bogen ansaugt und liegen bleibt, während die Form zum Schöpferzurückgeht. Auf den Bogen wird eine zweite Filzplatte gelegt, auf diese wieder ein frischgeschöpfter Bogen gegantscht n. s. w., bis sich etwa 200 Bogen mit 201 Filzplatten zndem sogenannten Pauscht vereinigt haben; auf dieses wird nun ein zweites Preßbrettgelegt und der ganze Pauscht auf Schienen zur hydraulischen Presse l? geschoben und ge-preßt. Nach dem Pressen nimmt der Leger den Pauscht auseinander, indem er die Filz-

N)1. Nc »r SchöpfpapicraiUage.

platten dem Gautscher zuwirft, die Papierbogen aber aus dem Legstnhl ill übereinanderlegt. Es folgt nun, um eine größere Gleichmäßigkeit des Papieres zn erzielen, das Um-legen der Bogen, wobei Bogen aus verschiedenen Panschten gemischt werden, worauf einzweites Pressen folgt, das Pressen im weißen Pauscht, welches mehrmals immer mit ver-änderter Lage der Bogen wiederholt wird.

Tie so fertig gestellten Papierbogen werden nun geleimt, wobei stets sogenanntertierischer Leim (Gelatine) in Anwendung kommt, der in den Fabriken selbst vollkommen farblosund rein durch Behandlung von Knochen, Häuten, Sehnen, enthaarten Fellen, Ochsen-und Kalbsfüßen mit Dampf in einem geschlossenen Gefäße erzeugt wird. Wenn dasPapier ganz mit Leim durchzogen werden soll, muß es genügend lange Zeit in den Leimeingetaucht und dabei so bewegt werden, daß der Leim dasselbe gut durchtränken kann,was durch einen Arbeiter geschieht, der je nach seiner Geschicklichkeit mehr oder wenigerBogen erfaßt und dieselben in eine Leimlösung taucht, die sich in einem Bottich befindetund durch ein Tampfrohr warm erhalten wird. Tie geleimten Bogen werden zu einemStoß übereinander geschichtet und einer starken Pressung ausgesetzt/um ein vollkommenesDurchtränken mit Leim zn sichern. Aus der Presse genommen, werden dieselben getrenntund znm Trocknen gebracht. Dieses letztere wird gewöhnlich in der Weise ausgeführt, daßdie geleimten Bogen in einem besonderen Trockenraum auf hölzerne, oben abgerundete