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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Die wichtigsten Papiersorten.

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Viele Löschpapiere werden, um die Saugfähigkeit, namentlich aber die Schnelligkeitder Aufsaugung zu erhöhen, auf der in Abb. 121 u. 122 dargestellten Maschine auf-gerauht. Das Papier wird in dieser Maschine unter mehreren eisernen kantigen Schienen ahinweggezogen, wobei es sich von einer Rolle an dem einen Ende der Maschine ab undauf eine Rolle am anderen Ende aufwickelt, zwischen den Schienen je eine Rolle passierend.Die Aufrauhschienen sind an einem gemeinschaftlichen hölzernen Rahmen angeordnet,welcher um eine Achse rechts drehbar und daher gegen das Papier stellbar eingerichtetist. Manchem Löschpapiere wird an der Oberfläche das Ansehen eines Gewebes dadurchgegeben, daß man alte Maschinensiebe zwischen die Papierbogen legt und das Ganze,oben und unten durch Pappe gedeckt, durch eine Presse gehen läßt.

Die Prüfung des Löschpapiers auf Saugfähigkeit wird in der Weise durchgeführt,daß man dasselbe in Wasser taucht und die Höhe notiert, bis zu welcher dasselbe inbestimmter Zeit angesaugt wird.

Das Filtrierpapier ist dem Löschpapier ähnlich; es soll aber nicht nur Flüssig-keiten durchstießen lassen, sondern es soll auch bei Analysen, wenn es behufs Aschen-bestimmung mit dem Filtratverbrannt wird, so wenig alsmöglich Asche haben. Es wirdaus ganz weißen Hadern er-zeugt, die daher nicht gekochtund gebleicht zu werden brau-chen, dann wird gemahlen,mit Säuren so behandelt, daßdadurch so viel als möglichseiner eigenen Aschenbestand-teile in Lösung gehen. Dievon diesem Stoff geschöpftenBogen läßt man in einemunter 0°0. abgekühlten Raum,oder im Freien ausfrieren, wo-durch das zwischen den Fasernbefindliche Wasser zu Eiskri-stallen friert und die Fasernauseinander drängt, d. h. dieSaugfähigkeit erhöht.

Das Pauspapier auch Kopier- oder Kalkierpapier genannt, wird zur bequemenVervielfältigung einer Zeichnung verwendet und zu diesem Zwecke so durchsichtig gemacht,daß die Linien einer darunter gelegten Zeichnung deutlich durchscheinen und nachgezeichnetwerden können. Dasselbe wird entweder aus gehecheltem Flachs oder schäbefreiem Wergso dünn hergestellt, daß es ohne weiteres durchscheinend ist, oder es wird aus sehr feinem,dünnem gewöhnlichen Papier dadurch erhalten, daß dasselbe mit einer durchscheinendmachenden Flüssigkeit getränkt wird. Die hierzu in Verwendung kommenden Flüssigkeitensind Öle und Firnisse. Am häufigsten wird Mohnöl verwendet, welches mittels Maschinenauf das ausgebreitete Papier gestrichen wird, bis dasselbe vollkommen durchsichtig ist;hierauf folgt ein Trocknen ohne Anwendung von Wärme, da sonst das Ranzigwerdendes Öles noch eher eintritt, als dies sonst schon der Fall ist. Solches Papier wirdhäufig fälschlich als Strohpapier, richtiger als Öl-, Firnis-, Glaspapier bezeichnet.

Das Durchzeichenpapier ist auch eine Art Kopierpapier, das es jedermannermöglicht, eine Zeichnung oder Schrift unmittelbar während des Schreibens und Zeichnenszu vervielfältigen. Dasselbe besteht aus feinem geleimten Velinpapier (ungeripptem Papier),welches an einer Seite mit einer Mischung von Talg und irgend einer Farbe, gewöhnlichIndigo bestrichen ist. Benutzt wird das Papier in der Weise, daß dasselbe mit derbestrichenen Seite auf reines Papier und darüber dasjenige Blatt gelegt wird, auf demgeschrieben oder gezeichnet werden soll. Dasselbe wird auch als Jndigopapier bezeichnet.

I2t u. 122. Löschpapier-Zsauhmaschinc.121 Ansicht von oben. 122 Querschnitt.