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Die wichtigste» Papiersorten.
von Leim, Stärke, Dextrin und Harzen, welche mit Tannin, Chromsalzen nnd Thon-erdeverbindnngen unlösliche Niederschlage geben; von Leim, Seife, Mehl, Salz n.s. w.Das Papier wird auf einer entsprechenden Vorrichtung durch die betreffende Flüssigkeithindurchgezogen nnd darauf getrocknet.
Das Fliegenpapier. Das zur Vertilgung von Insekten verwendete Papier istnngeleimtes, mit einer Flüssigkeit getränktes Papier, welch erstere auf Insekten tödlichwirkt. Die sogenannten giftigen Papiere, die jedoch wegen der Gefahr für den Menschennicht angewendet werden sollten, enthalten Arsenik oder doppelchromsaurcs Kali; die fürMenschen ungefährlichen Fliegenpapiere werden entweder mit einer Abkochung desOnassiaholzcs, welcher Zucker zugesetzt ist, oder mit einer konzentrierten Saccharinlösnnggetränkt, oder es wird ein aus schwarzem Pfeffer und einer Zuckerlösnng bereiteter Breiauf das Papier gestrichen.
Das Motten Papier , welches Kleider gegen Motten schützen soll, besteht ebenfallsaus ungeleimtem Papier, welches mit Mischungen von Naphthalin, Kampfer, Karbolsäure,Phenol, Steinkohlenteer, Spiritus u. s. w. getränkt wird. Das Papier wird entwederdurch die Mischung durchgezogen, oder diese, dickflüssig bereitet, auf das Papier auf-gestochen. Dasselbe wird zwischen die Kleider gelegt nnd soll da die verschiedenen Motten-pulver oder Flüssigkeiten ersetzen.
Das Rattengistpapier ist stets stärkeres, pappenähnliches Papier, welches auseinem Papierstoff bereitet wird, dem Meerzwicbelpulver nnd Stärkemehl beigemengtwerden. Das Papier muß vor der Verwendung mit heißem Fett getränkt werden.
Das Klosettpapier ist ei» aus Alfa- oder Espartofaser erzeugtes Papier, demsehr häufig auch Stroh- und Holzfasern beigemischt werden nnd das auch häufig alsPackpapier in Verwendung kommt. Das Trennen dieses Papiers in einzelne Blätterwird durch Einstanzen, Einschlagen einer Lochreihe bewirkt, wozu eine sogenannte Perforier-maschine verwendet wird. In derselben läuft das Papier, von 'zwei oder mehrerenRollen sich abwickelnd, zu einem Stanzapparat, der eine große Anzahl feiner Stiftezeigt, die durch einen einzigen Druck nach abwärts die dicht nebeneinander liegendenLöcher in die Papierbahnen schlagen. Von da läuft das Papier mit einer Trommelweiter und gelangt zum Schneideapparat, der die Papierbahn in je vier Streifenschneidet, von welchen jeder auf eine besondere Rolle aufgewickelt wird.
Die Räucherpapicre werden entweder so hergestellt, daß sie verglimmen, odermit Flamme verbrennen. Es sind auch hier stets ungeleimte Papiere, die dazu in Ver-wendung kommen und die durch Tränkung mit einer Salpeterlösung znr Ausnahme dergut riechenden Essenzen vorbereitet werden. Die letzteren bestehen hauptsächlich ausBenzoe, Sandelholz, Moschus, Zimtöl, Balsam, Lavendelöl, Tolnbalsam, Ambra, Rosenöl,Myrrhen, Veilchenwurzel u. s. w., mit welchen das Papier gesättigt wird.
Das Zigarettenpapier wird in bekannter Weise zur Herstellung von Zigarettenverwendet und soll hierzu genügend fest, dabei aber doch sehr fein und beim Verbrennengeruchlos sein; es muß demzufolge aus langen, guten Fasern erzeugt werden. Als Roh-materialien werden namentlich aus Hanf oder Leinen bestehende Stricke nnd Netze dazuverwendet, diese mit Kalk und etwas Soda gekocht, dann gemahlen und auf der Lang-siebmaschine hergestellt. Surrogate nnd Baumwolle sollen dem Papier nicht beigemengtwerden. Um ein erwünschtes Fortglimmen weggelegter Zigaretten zu erreichen, wird demPapierstoff jetzt Magnesium-Karbonat zugesetzt.
In Amerika wird zu diesem Zwecke eine Art Tabakpapier verwendet, welches ausTabaksfasern hergestellt wird. Die bei der Tabaksabrikation ausgeschiedenen Tabaksstengelwerden in Bottichen mit etwas Kalk gekocht, mit 5 — 10°/o Manilahanfstoff im Ganz-hvlländer gemahlen, von dem beim Kochen erhaltenen Tabaksast zugesetzt und das Ganzeauf die Papiermaschine gebracht. Man erhält ein Papier, das an Farbe nnd Geruchden Tabaksblättern ähnlich ist.
Das Packpapier. Ich brauche den Begriff dieses Papiers Wohl nicht näherauseinanderzusetzen, da wir alle wissen, was heute alles mit Papier umhüllt, eingewickelt,eingepackt wird. Eigentlich wird ein Teil aller Papiere schließlich zu Packpapier, das