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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Die wichtigsten Papierjortcn.

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Die Asbestfasern werden vorher in übermangausaurcm Kali gewaschen und inschwefliger Säure oder im Chlorkalk gebleicht. Die im Holländer gemischte Masse kommtin eine Bütte und wird durch Handarbeit zu Bogen geschöpft.

Soll ein solches Dokument im Feuer erhalten bleiben, so muß auch die betreffendeTinte feuerbeständig sein, weshalb man den betreffenden Farben Glycerin und eineWasserglaslösung zusetzt, die auch beim Bemalen solcher Papiere den Farben zugemischtwird und die Verbindung zwischen Papier und Schrift oder Malerei erst befestigt.

Das Waschblaupapier, welches wohl jede sorgsame Hausfrau kennt und dazubenutzt, um der Weißwäsche einen vornehmen blauen Schimmer zu erteilen, besteht ausnichtgeleimtem, saugendem Papier, das so lange in eine Lösung von Jndigokarmin ge-taucht wird, bis es sich mit Farbe vollgesaugt hat. Die Manipulation wird durchTrocknen beendet.

In neuerer Zeit wird das Papier aus geleimtem Papier hergestellt, welches auf einerMaschine, wie Buntpapier mit einer Lösung von Jndigokarmin bestrichen wird. Stattdes teueren Indigos, wird auch Anilinfarbe in Anwendung gebracht.

Das Bläuen mitPapier ist demjenigenmit Pulver, Pasta vor-zuziehen, weil im letzte-ren Falle häufiger einZu-sammenballen der Farbestattfindet, was nament-lich bei Verwendung vonin Wasser unlöslichem,

Ultramarin eintritt.

Die lichtempfind-lichen Papiere sind diein der Photographie ver-wendeten Papiere, welchemit einer Schicht solcherchemischen Verbindungenüberzogen sind, die dieEigenschaft besitzen, durchauffallende Lichtstrahlensolche Änderungen zu er-leiden, daß dadurch einebildliche Wiedergabe desGegenstandes, von dem die Strahlen reflektiert wurden, ermöglicht wird. Man kenntnun schon eine Reihe solcher chemischen Verbindungen und unterscheidet nach denselbenz. B. Kollodium-, Gelatine-, Heliochromie-, Platin-, Eisen-, Gummi-, Bromkalium-, Brom-silber-, Eiweiß-, Albumin-Papier u. s. w. Die Zusammensetzung der wichtigsten Über-züge gehört in die Besprechung der Photographischen Verfahren.

Das Überziehen, Bestreichen dieser Papiere mit diesen Stoffen, welches große Sorg-falt und meist Durchführung in Dunkelkammern erfordert, wurde bisher ausschließlich durchHandarbeit zur Ausführung gebracht; erst in neuester Zeit kommen auch hierfür Maschinenin Verwendung, so z. B. zur Herstellung von Albnminpapier die in der obenstehendenAbb. 123 dargestellte Vorrichtung. Das mit der Eiweißmasse zu bestreicheude Papierwird in der Form einer Rolle ^ in die Maschine gelegt und von hier sich abwickelndüber die Führuugswalzen den übereinander liegenden Walzen L 0 zugeleitet und, währenddasselbe zwischen diesen Walzen durchläuft, an der unteren Fläche mit der Eiweißmasseversehen und zwar dadurch, daß die unter 0 liegende dritte Walze v in ein mit Albumin-masse gefülltes Gefäß L eintaucht und einen Teil dieser Flüssigkeit an die Walze 6 ab-gibt, die dieselbe wieder auf das Papier überträgt. Von diesem ersten, im Ständer 8gelagerten Walzenpaare gelangt das Papier unter der Walze § hinweg zu einem ganz

Buch der Erfind. VIII. 21

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12 g. UUinminpapiermaschiiievon Th. Munch L Co. in Niederlahnsiein.