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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Die Papierfabrikation.

gleichen Apparat, bestehend ans den analogen Walzen lT 0' IL mit dem Gefäß 17 imStänder 8', wo das Papier mit einer zweiten Albnminschicht versehen wird, hierauf ineine dritte gleiche Vorrichtung, znr Aufnahme einer dritten Schicht, und dann erst überdie Walze § in eine Trockenanlage.

Hierher gehören auch die sogenannten Lichtpanspapiere, die meist znm Kopierentechnischer Zeichnungen in der Weise verwendet werden, daß die zu kopierende, in Tuschausgeführte Zeichnung auf das lichtempfindliche Papier in einen Rahmen gelegt und denSonnenstrahlen ausgesetzt wird, wodurch auf dem letzteren dort, wo die Strahlen durchdie schwarzen Linien nicht gehindert sind, meist farbige Änderungen in der Weise erzieltwerden, daß sich die Zeichnung in lichten oder dunklen Linien deutlich von dem dunklerenoder lichteren Papier abhebt. Auch diese Papiere werden in verschiedenen Sortenhergestellt.

Die Reagenzpapiere haben den besonderen Zweck, bestimmte in Flüssigkeitenoder Gasen vorhandene Stosse, oder den chemischen Zustand einer Flüssigkeit, ob saueroder alkalisch, leicht und bequem nachzuweisen, und werden nicht nur im chemischen Labora-torium und in Industrie und Gewerbe, sondern auch vom Laien gebraucht, da ihre Hand-habung keine Fachkenntnisse voraussetzt und da sie für jedermann leicht erkennbare Resul-tate geben. Sie bestehen aus einem nur wenig geleimten, saugfähig gebliebenen weißenPapier, welches mit der Reagenzflüssigkeit getränkt wird, d. h. mit einer Flüssigkeit, welchemit einer anderen ganz bestimmten Flüssigkeit, oder mit einem bestimmten Gase zusammen-gebracht, ganz bestimmte Farbenänderungen erleidet. Das bekannteste dieser Papiere istdas Lackmuspapicr, welches, rot und blau hergestellt, dazu dient, zu bestimmen, obeine Flüssigkeit sauer oder alkalisch ist. Zur Nachweisnng von Schwefelwasserstoff dientein mit Bleiznckcr oder mit Silbernitratlösung getränktes, znr Nachweisnng von Ozon inder Luft ein mit Jodkalinm oder Stärkekleister getränktes Papier. Hierher gehörenferner das Cnrcnma-, das Fernambuk-, das Blanholz-, das Malvenpapier u. s. w. Allediese Papiere werden bis jetzt nur durch Handarbeit erzeugt, da der Bedarf an denselbenein verhältnismäßig geringer ist.

Von denjenigen Papieren, welche nach ihrer Ähnlichkeit mit anderen Produkten be-nannt werden, sind viele direkte Imitationen dieser Stoffe und dazu bestimmt, dieselbenin der technischen Anwendung zu ersetzen; viele andere aber besitzen nur eine oberflächlicheÄhnlichkeit oder bloß eine oder die andere Eigenschaft derjenigen Stoffe, nach welchensie benannt sind.

Das Lederpapier wird teils als Lederimitation, anderseits bloß als braunes,lederfarbiges Papier hergestellt. Diejenigen Lederpapiere, welche außer der Farbe auchdie äußere Oberfläche bestimmter Ledergattungen imitieren, müssen schon den Buntpapierenzugezählt werden.

Als Lederpapier, auch Lignitpapier, wird ein braunes Packpapier bezeichnet,welches aus gedämpftem Holzschliff (Brannholzschlisf) besteht und dem Leder der Farbenach gleicht. Das Rohmaterial wird vom Holländer, in dem es geleimt wurde, direktoder erst nach Passierung einer Kegelstoffmühle der Papiermaschine zugeführt, die so-wohl eine Cylinder- als auch eine Langsiebmaschine sein kann.

Ein Papier, welches im wahrsten Sinne des Wortes als Lederpapier bezeichnetwerden kann, wird in der Weise erzeugt, daß Lederabfälle mit langfaserigen Papierstoffengemengt in einem Holländer zerfasert und sodann wie gewöhnliches Zeug zu Papier ver-arbeitet werden. Dieses Produkt wird auch als Papierleder bezeichnet.

Das Seidenpapier ist ein sehr seines, weiß oder farbig hergestelltes Papier,welches nicht ans Seidenfasern fabriziert wird, sondern seinen Namen wahrscheinlich nurdem bei der Seide ähnlichen Rauschen bei der Bewegung und beim Knittern verdankt.Dasselbe ist sehr verbreitet und wird zu den verschiedensten Zwecken, als Einlagcpapierzwischen Zeichnungen und Stichen, als Packpapier für feinere zarte Gegenstände, zurFabrikation künstlicher Blumen, verschiedener Balldekorationen u. s. w. verwendet. DasSeidenpapier muß, da es sehr dünn ist, aus sehr guten langen Fasern, die meist vonHans-, Flachshadern und Tauen herstammen, erzeugt werden; neuerdings wird wohl