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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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164 Die Papicrfalirikation.

In anderen Fabriken wird das Stroh anf einer Häckselmaschine kleingeschnitten unddann in einem Kocher mit Kalk- oder Natronlauge gekocht. Die Häckselmaschine besitztals schneidendes Werkzeug ein mit zwei scharfen Messern versehenes Rad, dem in einerrinnenartigen Vorrichtung das zusammengepreßte Stroh langsam zugeschoben wird. DieMaschine ist eine der gefährlichsten und hat schon manchen Finger gekostet, weshalb auchbei der Znsührvvrrichtung Einrichtungen bestehen, die es dem Arbeiter unmöglich machen,bei dem Vorschieben des Strohes seine Finger in das Bereich der Messer zu bringen.

Wird das Stroh bloß mit Kalkmilch behandelt, dann sind die inkrustierenden Sub-stanzen des Strohes nicht ganz vom Zellstoff gelöst, und das Stroh behält seine gelbeFarbe. Ein solches Stroh braucht auch nicht besonders geleimt zu werden, weil die obenerwähnten Substanzen klebriger Natur sind und den Leim zu ersetzen vermögen; wirddas Stroh jedoch gekocht, dann muß demselben Leim zugesetzt werden.

Das so behandelte Strohwird nun entweder für sichoder gemischt mit Hadern imGanzholländer zerfasert unddann auf die in Abb. 125dargestellte Strohpapierma-schine gebracht, die entspre-chend dem geringeren Wertedes Papiers der gewöhn-lichen Papiermaschine gegen-über einfacher gestaltet ist.Es ist eine Langsiebmaschineund das Ende des Langsiebesnoch links sichtbar. Die we-sentliche Änderung bestehtdarin, daß die obere Gautsch-walze mit einem Filz I? ver-sehen ist, welcher über diese,über die Walze IV und meh-rere Führnngswalzeu läuftund an dessen unterer Seitedas vom Sieb kommendePapier hängen bleibt; gleichdarauf gelangt es zwischendie Filze U und U' und wirdLL4. K-I,ermähn. von diesen zwischen den Wal-

zen IV und IV ausgepreßt

und durch Filz I? dem Trockencylinder zugeführt, von diesem durch eine Schabvorrichtungabgelöst und als trockene Papierbahn ? über die Längsschneidevorrichtung dem Haspelüberliefert.

Das Esparto- oder Alfapapier. Unter denjenigen Pflanzen, aus deren FasernPapier erzeugt werden kann, ist auch das Esparto- oder Alfagras zu nennen. Die Fasernwerden nicht nur den Hadern als Ersatzstoffe beigemengt, sondern auch direkt undunvermischt zur Papierfabrikation verwendet, jedoch nur in Indien und England, welchesLand durch seinen großartigen Seeverkehr in die Lage versetzt ist, den Faserstoff sehrbillig zu beziehen.

Das Esparto- oder spanische Gras, in Afrika Alfa genannt, wird von einer inBuschform wachsenden Pflanze geerntet, die aus Stämmchen besteht, an welchen 15 bis90 am lange Blätter sich entwickeln, die abgerissen den genannten Rohstoff geben. DiePflanze kommt im östlichen Spanien und in Nordafrika, namentlich in Algier, Tunis ,Tripolis in ungeheuren Quantitäten vor, wird vom 16. Januar bis 15. Mai, auf höhergelegenen Flächen vom 1. März bis 1. Juli geerntet und nach England verschifft.

jWM

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