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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Die wichtigste» Papicrsorten. Japanisches Papier. 173

werden die getrockneten Bogen abgenommen, wieder zu Stoßen vereinigt, nochmals ge-preßt, von Hand aus gerade geschnitten und in Ballen in den Handel gebracht.

Aus 100 leg Mitsnmatabast werden 40 üg fertiges Papier erzeugt.

Das koreanische Papier soll von solch hervorragender Qualität sein, daß esselbst in China und Japan in großen Mengen verbraucht wird. Korea ist ein Land, indem das Papier nicht mir als Schrcibmaterial, sondern zu den mannigfaltigsten Zwecken,so zum Verdecken der Fensteröffnungen an Stelle von Glas, zu Kleidern, Regen- undSonnenschirmen, zu Hüten u.s.w. in Verwendung kommt; Fußböden, Kisten u. s. w. werdendaraus verfertigt. Die Eigentümlichkeit der Papicrfabrikation in Korea liegt darin, daßdas erste Schöpfen des Papiers als eine Art Zwischenarbeit betrachtet wird; die nur zurgleichmäßigeren Verteilung der Fasern dient. Das Papier wird auch hier ausschließlichdurch Handarbeit erzeugt. Als Rohmaterial werden Hadern und Papierabfälle verwendet,dieselben zuerst sortiert, dann in Bottichen, die am Flusse stehen, mit reichlichen Mengen

133. Japanische Papiertrocknerei.Nach der „Papterzeiturig".

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reinen Wassers gewaschen, wobei die Schrift, die bloß aus Tusche besteht, leicht entferntwerden kann. Dieser gewaschene Stoff kommt in hölzerne Tröge und wird in diesen durchbarfüßige Arbeiter zu Zeug zertreten, wodurch selbstverständlich eine schonendere Behand-lung erreicht wird als durch die anderen gewaltsameren Methoden. Hierauf kommt derStoff in mit lauwarmem Wasser gefüllte, hölzerne Gesäße, in welchen er zum Weich-werden eine Stunde lang bleibt, woraus nach einem Durchrühren der Masse das ersteSchöpfen folgt, das mit einer langen Form, die von zwei Arbeitern bewegt wird, zurAusführung kommt. Die so erhaltenen Bogen werden übereinander gegautscht, der hier-durch erhaltene Stoß in der Sonne getrocknet, dann in schmale Streifen geschnitten unddiese Faserstücke nun in einem hölzernen Troge zum zweitenmal getreten, wobei zerkleinerteWurzeln und Körner einer stärkemehlhaltigen Pflanze, Takpul genannt, hineingeworfenwerden, wodurch eine Art Leimring erzielt wird. Aus dem so entstandenen, gut ver-mengten Ganzstoff werden nun wieder Bogen geschöpft, auf eine glatte Granitplattegegautscht und sodann in der Sonne getrocknet. Bei dieser Manipulation erzeugen10—11 Arbeiter bloß 250 Bogen täglich, wovon einer etwa 20 Pfennige kostet.

Feinere Papiere werden aus dem Baste des Papier -Maulbeerbaumes gewonnen.Derselbe wird im Frühjahr abgeschält, mit Holzasche gekocht, dabei umgerührt und