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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Die Papierfabrikation.

geschlagen, bis ein dicker Brei entsteht; dieser Brei wird gewaschen nnd hieraus partien-weise mit einem Lässet aus eine Form gebracht, welche aus seinem Bambusflechtwcrk be-steht und durch Rahmen in mehrere Fächer geteilt ist. Durch eine geschickte Drehung derForm in wagerechtc Lage wird die Masse gleichmäßig verteilt und Masse so oft auf-getragen, bis die gewünschte Dicke des Blattes erreicht ist. Sobald diese Bogen einenentsprechenden Zusammenhang erhalten haben, werden dieselben auf geheizten Fußbödengetrocknet und schließlich geglättet.

Das indische Papier. Die Papiermacherci wird seit alter Zeit in Indien alsHausindustrie betrieben, und das Papier ist daher stets Hnndpapier, wird aber jetzt all-mählich von dem mit den besten Maschinen erzeugten Maschinenpapier verdrängt; ja eingroßer Teil des jetzt in den Handel gebrachten Handpapiers ist schon Maschinenpapier,das von den Papicrmachern gekauft, dann noch etwas handpapicrartig behandelt undschließlich an die einheimischen Regierungen, die das Handpapier noch immer bevorzugen,als solches teuer verkauft wird.

Das meiste, auf althergebrachte Weise fabrizierte Papier soll noch in der OrtschaftMnttra hergestellt werden.

1S4. Indisches Ktampfwcrk.

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Der Rohstoff besteht aus Hanfabfällen, alten Stricken und Packtüchern. Hadern zuberühren ist nach indischer Sitte, wenigstens bei den höheren Kasten, nicht anständig.Diese Hanfabfälle werden mit einem Beil in Stücke gehackt, in die Vertiefung des in denBoden vergrabenen Steines 8, Abb. 134, mit Wasser oder Natnrsoda oder Ätzkalk ein-getragen nnd in derselben durch eine hammcrartige Vorrichtung zerstampft.

Dieselbe besteht, wie aus der Abbildung ersichtlich, aus dem eingerammten Pflocki?,der das Lager für diejenige Achse abgibt, um welche sich der Balken ab dreht, der bei beinen hölzernen, in die Vertiefung passenden Zapfen trägt. Durch Auftreten bei a undLoslassen wird die Bewegung des Hammers erreicht.

Das Zeug wird sodann aus einer Bütte geschöpft, die Bogen zwischen Tücher ge-gautscht, abtropfen gelassen, einzeln an die Wände der Häuser geschlagen, wo sie trocknen.Tann werden sie mittels Bürsten mit aus Weizenmehl gekochtem Kleister gestrichen, d. h.geleimt, und schließlich mit einem runden Stein geglättet. Das Papier ist sehr fest, abernur halbweiß nnd unansehnlich.

Die Herstellung der Pappe.

Wenn man jemand fragt, was er unter Pappe, Pappendeckel, Karton versteht, sowird er wahrscheinlich antworten, daß man mit diesen Worten ein dickes, steifes Papierbezeichnet, und das wäre prompt und richtig definiert; nur wenn es sich um die Fragehandelte, wie dick ein Papier sein müsse, um als Pappe zu gelten, wird die Antwortschwer, denn die Grenze, bei welcher Dimension das Papier aufhört und die Pappe an-fängt, ist nicht leicht zu bezeichnen. Zeichenpapiere, Papiere zum Aquarellieren u. s. w.sind oft verhältnismäßig stark und steif und werden doch noch immer zu den Papierengezählt. Wir rechnen alle Papiere, die bis zu bg nun dick sind, zu den Papieren undalle dickeren zu den Pappen; es ist dies aber im großen nnd ganzen eine müßige Frage,die nur für die Klassifikation bei der Verzollung an Wichtigkeit gewinnen könnte.