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Die Herstellung der Pappe.
Die Preßspäne, auch Glanzpappe genannt. Unter dieser Bezeichnung verstehtman Pappen, die in der Tuchfabrikation, beim Pressen des Tuches in Verwendungkommen. Bei diesem Pressen darf niemals Tuch auf Tuch zu liegen kommen, weil das-selbe sonst keinen Glanz annehmen würde und da nun das Tuch gefaltet werden muß, sowerden, um die Tuchflächeu zu trennen, zwischen dieselben je eine an beiden Seiten glattund glänzend gemachte Pappetafel, ein sogenannter Preßspan eingeschoben.
Da diese Pappe gut und dauerhaft sein muß, wird sie aus reinen starken Fasernvon Flachs und Hanf hergestellt, die nicht zu weit zerfasert werden dürfen. Dieser Stoffwird nun entweder aus einer Lang- oder Cylindersiebmaschine zu Pappe verarbeitet, dienun, wenn sie nicht zu dick ist, in endloser Bahn, sonst aber in Bogensorm auf Trocken-trommeln getrocknet wird.
In vielen Fällen wird die Pappe an beiden Seiten mit farbigem Papier beklebt,wobei die Beklebmaschine, Abb. 139, verwendet werden kann, nur daß in diesem Falledie mittlere Papierbahn fehlt und zwischen die zwei, mit Klebmitteln versehenen Bahnen,Pappebogen einer knapp nach dem anderen eingeschoben werden. Die wichtigste Arbeit
147. Ktrohpappeiiqiirrschuridemaschinevon R. Nyblad in Papendurg.
bei der Herstellung der Preßspäne ist das Glänzendmachen, das auf einem Kalander nichtzu erreichen ist. Ein so hoher Glanz, wie er hier gefordert wird, ist nur dadurch zuerhalten, daß die betreffende Oberfläche der Pappe so lange mit einem hochpolierten gegendie Pappe gepreßten Steine gerieben wird, als dies zur Erreichung des Glanzes not-wendig ist. Dieses Reiben, Satinieren, wurde und wird manchmal auch noch jetzt durchHandarbeit bewirkt, während nun auch schon verschiedene Maschinen zu diesem Zwecke inVerwendung stehen.
Die Dachpappe. Die Verwendung der Pappe zum Bedecken der Dächer ist schonziemlich alt und wurde in Schweden zuerst durchgeführt. Man suchte damals die Wetter-und Feuerbeständigkeit dadurch zu erreichen, daß mau die Poren der Pappe mit Gipsfüllte und zwar indem mau das in der Bütte befindliche Papierzeug mit Kalkmilch mischte.Aus diesem Zeug wurden dann die Pappebogen geschöpft und getrocknet und hieraufdurch verdünnte Schwefelsäure gezogen, wodurch sich in den Poren schwefelsaurer Kalk(Gips) bildete. Diese Dachpappe bewährte sich nicht, weil der Gips mit der Zeit, zumTeil wenigstens, durch den Regen herausgewaschen wurde, auch die Herstellung war mitSchwierigkeiten verbunden, weil beim Schöpfen die Hände der Arbeiter durch den Kalkstark angegriffen wurden. Dann mischte man Steinkohlentcer dem Papierzeug zu, wo-
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