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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Die Papierfabrikation.

Die Maschinen, die bei der Anwendung von Metallmusterwalzen in Arbeit stehen,sind annähernd gerade so gebaut und zeigen dieselben Teile, wie die früher besprocheneMehrfachdruckmaschine, nur muß ihre Konstruktion viel exakter, genauer durchgeführt, dieWalzen müssen stärker an das Papier angepreßt werden, da sie nicht so elastisch sind, wiedie Kautschukwalzen und sich daher nicht so gut anschmiegen. Berührt die Metallwalzedas Papier nicht überall gleich gut, so entstehen Fehler im Muster; es bleiben einzelneTeile desselben aus und das Papier wird Ausschuß. Auch hier müssen die Musterwalzenwährend der Arbeit verstellbar sein, um sie in gegenseitiger Übereinstimmung erhaltenzu können. Da diese dicken Farben nicht so schnell trocknen, kann das Papier nicht gleichnach dem Bedrucken wieder aufgerollt, sondern muß in eine Trockenvorrichtung gebrachtwerden, die sich meist direkt an die Maschine anschließt und aus einem Raum besteht,durch welchen mittels eines Exhaustors erwärmte Luft durchgesaugt wird, während dasPapier, ähnlich wie bei der Grundiermaschine, über Rollen auf- und abgeführt, inlangen Schleifen in den Raum hineinhängt.

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157. Uierfarben-Drurkmaschinedes Lcipz'ger Gurenderg-Haujes H. W. O. Sperling.

In manchen Fällen wird eine Verbindung des Hand- und Maschinendrucks in derWeise durchgeführt, daß der größere Teil des Musters auf der Maschine vorgedruckt undnur einzelne, schwierigere Partien, wie z. B. Licht und Schatten, durch Handdruck mitdem Model hergestellt werden.

Alle so bedruckten Papiere müssen gewöhnlich noch Nacharbeiten durchmachen,und zwar muß ihnen der meist vom kaufenden Publikum verlangte größere oder geringereGlanz, d. h. die diesem entsprechende Glätte erteilt werden, wozu uns nun schon be-kannte Vorrichtungen, uämlich entweder ein Kalander oder die Steinglättmaschine inVerwendung kommen. Nur mit der letzteren ist der höchste Glanz, wie er sehr häufig,namentlich bei schlichtem Buntpapier verlangt wird, zu erreichen. Einen ziemlich be-deutenden Glanz kann man dem Papier mit einem sogenannten Friktionskalandergeben, in welchem dasselbe zwischen einer Metall- und Papierwalze hindnrchläuft, vonwelchen die erste hochpvlierb ist und eine bedeutend größere Geschwindigkeit besitzt als dieletztere, so daß eine stark streichende Wirkung derselben eintritt.

Bei manchen dieser Papiere wird wieder ein matter seidenartiger Glanz verlangt,der nur dadurch erreichbar ist, daß das Papier mit einem fettigschlüpfrigen Pulver