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Papierwäschefabrikation. Herstellung der Briefumschläge.
wiederholt geschlagen und dann getrocknet; sie bilden dann Stücke von etwa 2 in Längeund 1 in Breite. Mehrere solche Stücke vereinigt man durch den klebrigen Saft eines„Tu" genannten Strauches und legt sie über ein flaches Hvlzstück, auf dem ein siebartigesFasergewebe befestigt ist. Die Arbeiterin taucht einen Tnchlappen in den Saft desKokkabanmes und bestreicht damit rasch das in Arbeit befindliche Papier. Dieses erhältdadurch oben eine braune Färbung und etwas Glanz, während das Siebgcwebe eine ArtPressung hervorruft. So wird weiter geklebt und gefärbt, bis ein Stück Tuch von ge-wünschter Länge und Breite fertig ist; der Rand von etwa 30 ein wird anders gefärbt.Sind einige Stellen des Tuches zu dünn oder sind irgendwo gar Löcher geblieben, so werdendiese mit Stoffteilchen und Klebeflüssigkeit auf die nötige Stärke ausgefüllt. Zur Erzielnngschwarzer Farbe wird der Kokkasaft mit dem einer Diodn genannten öligen Nuß gemischt.
Kleiderfntter aus Papier wurde vor einigen Jahren unter dem Namen klidres cksviminois aus Amerika zu hohen Preisen einzuführen versucht. Dasselbe besteht aus Sulfat-zellstoffpapier, das angefeuchtet und zwischen Walzen so lange gerunzelt wird, bis es trocken ist.
Papierkravatten werden heutigestags viel getragen, namentlich in lichtenNuanciernngen und sind für Leute, die sich nicht immer eine frische seidene Kravattebieten können, ein erwünschter Ersatz. Sie werden mit und ohne Stoffüberzug hergestelltund durch Prägung den echten ganz ähnlich gemacht.
Die Herstellung der Driefumschlägc.
Ich brauche wohl nicht erst zu sagen, wie mannigfaltig die zum Umhüllen der ver-schiedensten Briefgattnngen dienenden Umschläge, die sogenannten Converts, sind, nichtnur was die Form und Größe, sondern namentlich auch was die äußere Ausstattung der-selben betrifft, die aber in daS Gebiet der Buntpapierfabrikation fällt und hier nicht zuberücksichtigen ist. Aber nicht nur um dies, sowie um Form und Größe handelt es sichbei den Briefumschlägen, sondern auch bei besonders wertvollem Inhalt um die Sicher-heit gegen unerlaubtes Eröffnen, sowie um die Wahrung des Briefgeheimnisses, und dahat namentlich die Erfindung der Röntgen-Strahlen aufregend gewirkt. Die neuerenErfindungen in dieser Richtung fassen hauptsächlich diese Punkte ins Auge; anderseitswieder Anordnungen, welche das leichte, bequeme Öffnen gewöhnlicher Briefe ermöglichensollen. Es würde hier zu weit führen, die diesbezüglichen zahllosen Vorschläge selbst aus-zugsweise vorzuführen; ich will daher nur erwähnen, daß man gegen die gefürchtcteWirkung der genannten Strahlen das Bedrucken der Innenseite der Briefumschläge mitSchriftzügen projektiert; für das bequeme Öffnen legt man in die eine Faltkante einenFaden ein, durch dessen Ersassen und Hervorziehen ein Durchschneiden der Kante bewirktwird. Die Herstellung der Briefumschläge wird seit dem Ende der fünfziger Jahre inDeutschland fabrikmäßig betrieben, hat aber erst in den siebziger Jahren durch Vervoll-kommnung der Maschinen einen höheren Aufschwung genommen und ist seitdem demWettbewerb Frankreichs und Englands gegenüber gerüstet.
Die Briefumschläge werden ihrem verschiedenen Zweck entsprechend, da sie einmaleine unwesentliche Drucksache, dann wieder ein wichtiges Staats- oder ein interessantesLiebesgeheimnis zu bergen haben, da der eine von ihnen zwei, der andere viele Tausendevon Kilometern zurückzulegen hat, aus den verschiedensten Papiersorten hergestellt. Um-schläge, die die Einflüsse einer langen Reise und verschiedener Klimata auszuhalten haben,müssen selbstverständlich aus widerstandsfähigem Material bestehen. Besonders geformteUmschläge, deren Form selten begehrt wird, werden jetzt noch mit Handarbeit hergestellt,während die Umschläge von gewöhnlicher Form in Massen erzeugt werden.
Die meisten dieser Briefumschläge bestehen aus dem der Adresse dienenden, meistviereckigen Schild, aus drei miteinander verklebten Lappen und der nach Füllung desUmschlages herabznlegenden Schlußklappe. Alle diese Teile werden im Zusammenhangaus einem Stück Papier ausgestanzt und zwar gleichzeitig in größerer Anzahl auf denuns nun schon bekannten Stanzmaschinen mit einem entsprechend geformten Stanzmesser.Die nun folgenden Arbeiten des Gummierens der Klappen, des Zusammenbiegens undVerklebeus der drei zusammengehörenden Lappen und das Trocknen können nacheinander
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