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Die Papierindustrie
auf verschiedenen oder auch auf ein und derselben Maschine zur Ausführung gebrachtwerden. Im ersteren Falle gelangen die gestauzten Blätter in die Gummier- und Falt-maschine, in welcher entweder die beiden Schmal- oder der eine Breitlappen am Randemit Gummi bedruckt, dann alle drei gefaltet und durch einen Druck zusammengeklebtwerden. Das Gummieren der Schlnßklappe wird bei dieser Methode auf einer besonderenMaschine zur Ausführung gebracht, von welcher eine von I. Liebhardt L Co. in Barmengebaute aus Abb. 180 ersichtlich ist.
Dieselbe arbeitet mit einem großen Cylinder, an dessen Umfange die Umschläge so an-und übereinander gelegt werden, daß die Ränder der Verschlnßklappen sich so weit überragen,als die Breite des zu gummierenden Streifens beträgt. Auf diese Weise bilden diese Streifeneine Fläche, die ganz mit Gummi bcstrichen werden muß. Zu diesem Behufe werden diedurch Gurten an den Cylinder festgehaltenen Umschläge an dem vorn ersichtlichen Gnmmi-
apparat vorbeigeführt, deraus einem nebenstehendenGefäße mit Gummi versorgtwird und die gleichmäßigeVerteilung des Klebestoffesbesorgt. Hierauf gelangendie Umschläge von mehrerenüber Rollen lausenden Gur-ten festgehalten in einenTrockenapparat, der auseinem langen bogenförmigenGestell besteht, über dessenganze Länge ein schmalerkastenförmiger Kanal hinweg-lünst. Die Umschlüge werdennun von den Gurte» in derWeise über dieses Gestell ge-führt, daß die mit Klebestoffversehene Fläche derselbendirekt unter dem Kanal, ge-wissermaßen den Boden des-selben bildend, sich befindet.Da nun durch den kasten-förmigen Hohlraum, der sichauf diese Weise bildet, durcheinen Ventilator Lust gesaugtwird, tritt auf dem langenWege ein vollkommncs Trock-nen der Gummischicht ein.Die fertigen Umschläge wer-den schließlich aus den amEnde der Trockenbahn be-findlichen Holztisch abgewor-fen. Die Maschine gummierttäglich bis zu 300000 Blätter.
186. Brirfnmschlas-Gurnmicrmaschinr von Inl. Lirbhardt K Co.in Normen.
Eine Maschine, welche sämtliche Arbeiten mit Ausnahme des Stanzens selbstthätigund in ununterbrochener Reihenfolge besorgt, ist in Abb. 187 dargestellt. In dieselbewerden 1000—3000 gestanzte Blätter auf einmal eingelegt. Das Gummieren der beidengroßen Klappen wird durch zwei Stempel bewirkt, welche in ihrer Form den zu gum-mierenden Kauten der Klappen vollkommen entsprechen und durch je eine Walze mitGummi bcstrichen werden, den diese letztere wieder von zwei in einem Klebestoffgesäß sichdrehenden Metallwalzen erhält. Durch das Niedergehen der beiden Stempel auf dasoberste der eingelegten Blätter werden die Kanten der beiden Klappen dieses Bogens mitGummi bedruckt und bleibt der Bogen gleichzeitig an den sich wieder hebenden Stempelnkleben, wodurch das oberste Blatt von den anderen abgehoben wird; nun schiebt sich eineGreifvorrichtung zwischen Stempel und Blatt und bringt dieses zur Form, wo es durcheinen niedergehenden Stempel in einen rechteckigen Ausschnitt gedrückt wird, wodurch sichalle vier Klappen aufbiegen; hierauf folgt zuerst das Umlegen und Niederdrücken der zweikleinen Lappen durch dreieckige, um Scharniere drehbare Metallplatten, dann in gleicherWeise das Umlegen der großen Verklebklappe, die dabei auf die kleinen niedergepreßt und