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Liniierte Papiere. Laxier niaebs.
dieser Vorrichtung hinwegbewegt wurde, oder es steht umgekehrt der Tisch mit dem Papiersest und der Federapparat wird von Hand aus über dasselbe hinweggczogen. SolcheMaschinen sind sür besonders schwierige und außergewöhnliche Liniaturcn noch jetzt inAnwendung.
Bei den neueren, selbstthätig wirkenden Maschinen steht die Federvorrichtung immerfest, und das zwischen Fäden gehaltene und von diesen ununterbrochen weiterbcwegtePapier läuft unter dem Federapparat über eine sich drehende Trommel, wird so liniiert,dann sehr häufig durch die Fäden weiter und auf einem größeren Umwege, um dasTrocknen der Linien zu erreichen, zu einem zweiten Cylinder mit einer zweiten Feder-vorrichtung geführt, hier aus der anderen Seite liniiert und schließlich auf einen Tischniedergelegt. Soll das Papier nur an einer Seite liniiert werden, so ist nur eine Feder-reihe und ein Cylinder nötig.
Bei Papier für Geschäftsbücher kommt es vor, daß die Linien absetzen, wie z. B.beim sogenannten Kopf einer jeden Seite, was dadurch erreicht wird, daß die ganzeFedervorrichtung in dem Momente in die Höhe gehoben wird, in welchem der betreffendeTeil des Papierbogens darunter vorübergeht.
Das Werkzeug der Rollenmaschinen, die sich namentlich zu gleichmäßiger Liniaturund Masscnerzeugung eignen, sind aus Messing hergestellte Scheiben (Rollen), derenKante so schmal ist, als das die Ticke der zu ziehenden Linien verlangt. Diese Rollen
1S2. Fedcrnpparat einer Liiiiiermnschinc.
ISS. UoUeiiapparat einer Liniiermaschinc.
werden, wie dies aus Abb. 193 ersichtlich, mit zwischengelegten Zinkringen (Spaticn) soauf die Welle U aufgesteckt, daß sie einen genau gleichen Abstand voneinander erhalten,und an den Kanten mit Farben versehen, die sie in Form von Linien auf das darunterhinwegrollende Papier übertragen, wobei die Röllchen selbst durch Reibung in einerollende Bewegung versetzt werden.
Auch diese Rollenmaschinen werden so gebaut, daß sie das Papier nur an einer,oder an beiden Seiten liniieren, und sind dementsprechend entweder mit einem oder zweiCylindern und Rollenvorrichtnngen versehen.
Die Papirrmalse (Lavier macke) und ihre Verwendung.
Die zerkleinerte Papiermasse, das sogenannte Ganzzeug, wird nicht nur zur Her-stellung von Papier, sondern auch verschiedener anderer Gegenstände verwendet, weil esim feuchten Zustande eine außerordentlich plastische, formbare, getrocknet eine verhältnis-mäßig harte und widerstandsfähige Blasse bildet, die gewöhnlich mit dem Namen Lapisrinaolis bezeichnet wird, aber ebenso gut Papiermasse genannt werden kann. Ausderselben werden Gegenstände der verschiedensten Gattung dadurch erzeugt, daß die Massein entsprechende Formen gepreßt wird. Die zur Herstellung solcher Produkte verwendetePapiermasse wird hauptsächlich aus Papierabfällen, Makulatur gewonnen, da es sich hiermeist nicht um Erreichung einer gleichmäßig glatten oder weißen Oberfläche wie beimPapier handelt, die Gegenstände im Gegenteil gewöhnlich bemalt, lackiert u. s. w. werden.
Das alte Papier, sowie die Papierabfälle werden in Wasser gekocht und dadurchaufgeweicht, dann in Mörsern zerstampft oder in Holländern gemahlen, nach dem Aus-
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