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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Gcwiumiug der Rohseide.

der Kokons in dem Kessel mittels eines Besens oon Birkenreisig die Anfänge der Fädengesunden, wobei ein Teil als Flock- oder Florettseide in dem Reisige hängen bleibt, ver-einigt sie 3 — 8, mitunter auch bis 20 solcher Kokonfäden und führt sie durch gläserneRinge oder Fadcnlcitcr über einen Fadcnsührer auf den vier-, sechs- oder achtarmigenHaspel. Der wagcrecht hin und her gehende Fadenführer hat den Zweck, die nochklebrigen Fäden nebeneinander auf den Haspel zu legen und deren Zusammenkleben zuvermeiden. Deshalb besitzt auch der Haspel schneidige Stäbe, damit die Seidcnfädcn nurwenig anfliegen. Der Umfang der mit ungefähr 120 minutlicher Umdrehungen lausendenHaspeln kann 1,s—2,2 m und deren Länge, je nachdem zwei oder vier Strähne gleich-zeitig gehaspelt werden, 25 — 37 oder 55 — 67 om betragen, so daß in der Sekunde ungefähr5 in aufgewickelt werden.

Der aus mehrerenKokons gebildete Fadenwird, bevor er auf demHaspel aufläuft, einer glät-tenden Reibung ausgesetzt,indem er von einem hoch-gelegenen Fadenführcr zu-rück zu einem tiefer an-gebrachten geht, hieraufmehrere Male um den zumoberen Fadenleitcr laufen-den Faden geschlungenwird, nm .Isdann durchein höhergelcgenes, fest-stehendes Glasauge zumFadcnsührer des Haspelsabzulenken. Diese Kreu-zung des verschlungenenKokonfadens trägt wesent-lich zu seiner Glättnng,

Rundung, Dichtigkeit undGleichheit bei. Währenddes Abhaspeln» hat dieArbeiterin eine Schale mitkaltem Wasser neben sich,aus der sie von Zeit zuZeit ihre Hände und denFadenhalter abkühlt.

Neuerdings haHmanauch diese fabrikmäßigeThätigkeit mehr der Hand-arbeit zu entreißen und durch mechanische Mittel auszuführen gesucht. Man bedient sichnämlich zuerst eines Kochapparats zum Einweichen der Kokons, in welchen auf der einenSeite ein Tampfrohr, auf der anderen ein Wasserrohr einmündet. Die Kokons werdendarin zu 3—500 Stück in kleinen Kästchen von durchlochtem Blech etwa drei Minutenlang der Einwirkung von Dampf und Wasser bei 90—100° 0. ausgesetzt. Von diesemKochapparat aus kommen sie dann sofort in die Schlagmaschine, in welcher sich zu ihrerAufnahme eine in einem größeren Troge von Thon hängende, durchlöcherte Porzellan-schüssel befindet. In dieser unterliegen sie der drehenden Bewegung einer Bürste, welcheallmählich aufsteigt, so daß sie schließlich über Wasser, also außer Berührung miedenKokons kommt. Die gebürsteten Kokons führt man alsdann in die dicht neben denSchlagmaschinen befindlichen, gleichfalls mit Wasser- und Tampfznführung versehenenBecken (Bacinellen) über, von denen aus alsdann die Überführung der Fäden auf den

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2 .>7. Das Abhaspeln der Aride.