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abgeschleudert werden. Tie Fasern folgen nun der Lcdcrwalze und werden durch eineBürstenwalze abgenommen. Tie Lieferung einer Sägencntkörnnngsmaschinc beträgtungefähr ^ pro Sägenblatt und Stunde. Bedient wird sie durch Arbeiter undKinder, und es kommt nicht selten vor, daß sich die Mitglieder einer Familie abwechselndtu die Arbeit teilen.
Nach dem Entkörnen kommen die Baumwollen zur Presse. Hier werden sie meistensin prismatische Ballen von ungefähr 200 üx unter einem Druck von annähernd2 500000 leg: zusammengepreßt; derart, daß ein Ballen einen Rauminhalt von 0,«K odmeinnimmt. Diese ungeheure Pressung, welche die Baumwolle ohne Schaden ihrer Eigen-schaften erleidet, ist in Anbetracht der Vcrschiffnngskvsten nötig, da diese sich nicht nachdem Gewichte, sondern nach dem Rauminhalte richten.
Tie beste Baumwolle, die „Sea-Jsland", wächst auf Georgia, Florida und denbenachbarten Inseln. Ihre Länge beträgt annähernd 50 mm bei einer Breite von h^^mm.Hiervon gebraucht England den weitaus größten Teil, da dort infolge des feuchten Klimasdie Feingarnspinnerei auf einer sehr hohen Stufe steht. Tie in Deutschland am meistenverbrauchte Baumwolle sind die „Lvuisiane" und die unter der engeren Bezeichnung„Zurate" gehenden indischen Banmwollsorten.
Der amerikanische Bürgerkrieg von 1861— 1864 hat die Verhältnisse der Baum-wollcncrzcngnng gänzlich umgestaltet. Bezog man früher den weitaus größten Teil desRohstoffes aus den Südstaatcn der Union, um die der fürchterliche Kampf entbrannte, sohat die infolge jener Umwälzung jahrelang unterbrochene Erzeugung andere Länder zumausgedehnteren Anbau ihrer Banmwollpflanzcn veranlaßt, und die aus Ägypten undanderen Strichen des nördlichen Afrika, Südamerika , Ostindien n. s. w. in den Handelgelangten Banmwollznfuhrcn beweisen, daß die meisten jener Unternehmungen vongünstigem Erfolge beglückt worden sind. Aus folgender Tabelle sind die Banmwollen-prodnktionen der ganzen Welt für das Jahr 1889/1860 ersichtlich.
Bereinigte Staaten.
Ostindien.
Äghptcn.
Südamerika, Westindien n. s. w.
Afrika mit Ausnahme Ägyptens ....Asiatisches Rußland ........
Griechenland, Italien n. j. w. .
Gcsamtcrntcn der Welt
kb
°!»
1 643824000
55,92
21,53
262 740000
9,52
135900000
4,92
72480000
2,83
67950000
2,45
36240000
1,31
21744000
0,79
20838000
0,76
4530000
0,17
2760582000 IOO,M
Tie sich immer rascher entwickelnde Banmwollcnkultnr Nordamerikas hat übrigensden Beweis geliefert, daß die Südstaatcn der Union bei freier Arbeit einen weit besserenwirtschaftlichen Bestand haben können als früher bei der Verwendung von Sklaven zurBebauung ihrer Felder.
Ägypten erzeugt in dem fruchtbaren Nildelta sehr gute Sorten von Baumwolle;die unter dem Namen „Mako" oder „Jumcl" (nach dem Franzosen Jumcl benannt, dersie 1820 zuerst aus den Körnern der amerikanischen Sea-Island dort zog) bekannte Artwird wegen ihrer Feinheit, Länge und Regelmäßigkeit sehr geschätzt und in der Fein-spinnerei viel verwendet. Tie ägyptische Baumwollernte wechselt natürlich je nach derFruchtbarkeit, welche die Überschwemmungen des Nil hervorbringen; so betrug die Erntedes Jahres 1882 —1883 2 250000 Kantar (zu 440? üp; 100125000 üx) gegen2 900000 Kantar im Vorjahre l 129 050000 üx) und 2800000 Kantar l 124600000 k§)der Ernte 1885 — 1886. — Indische Baumwolle, namentlich „Bengal" ist die kürzesteund gröbste Faser und kann deshalb nur zu niedrigen Nummern oder zur Mischung mitbesseren Sorten Verwendung finden.
Tie zur Verarbeitung dieser ungeheuren Banmwollmassen thätigen Spindeln lassensich für das Jahr 1893 schätzen auf: