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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Rohstoffe: Der Flachs.

und Zerreißen der Fasern zu vermeiden, was eintreten würde, wenn alle Walzen mitgleicher Umfangsgeschwindigkeit liefen, da sich die Stengel mit jedem folgenden Walzen-paare immer tiefer in deren Riffeln einlegen, wurde jedem folgenden Walzenpaare cntweder ein langsamerer Gang oder bei gleicher Umdrehungsgeschwindigkeit ein größererDurchmesser verliehen und die Riffeln bei jeder folgenden Walze feiner gemacht. Durchdiese Methode wird indessen wohl das Holz gebrochen, aber es bleibt innerhalb der Fasernund die darauf folgende Schwingarbeit loird alsdann eine sehr bedeutende.

Als vorteilhafter haben sich diejenigen Systeme erwiesen, in welchen einerseits eineder arbeitenden Flächen eine gerade ist und sich auf und nieder bewegt, während dieandere eine sich um ihre Achse bewegende Cylinderfläche bildet und anderseits ein solches,bei welchem gegen eine ebene Fläche eine cylinder- oder kegelförmige, sich um sich selbstdrehende, arbeitet. Bei dem ersteren, dem Kaselowskyschcn System, welches sich durcheinfache Banart und geringes Kraft-erfordernis auszeichnet, kommt stattder geriffelten Walze eine solche mitauf- und abgehenden Messern zurVerwendung, von denen an jederViertelsdrehung ein Paar, im ganzenalso vier Paare angebracht sind. DieseMesser greisen in vier andere an einemKlotz befestigte und nach abwärts ge-richtete, hölzerne Messer ein, welche eineauf- und abwärts gehende Bewegunghaben und ein Knicken der zwischenbeiden Messerarten durchgehendenStengel bewirken. Dritt nach Ein-führung einer Riste Flachsstengel zu-nächst das erste Messerpaar in Thä-tigkeit, so findet das erste Knicken desStengels statt, darauf hebt sich derKlotz etwas und die Messer der Walzebewegen sich unter dem eben geknicktenFlachs fort und streichen die lose an-hängenden Hvlzteilchen möglichst ab,zugleich bewegt sich der Flachs etwasvorwärts, so daß das nächste Messerihn nun an einer anderen Stelle knicktund abstreicht. So wird unter scho-nenderBearbeitung der Stengel bereitsein Teil des folgenden Schwingpro- 2I4 u. 2 ik. Flachsbrechmaschine von presselcr.zesses erspart.

Das andere, das Kesselersche System (Abb. 214 u. 215), nähert sich mehr derMühle; bei ihm bleibt im Gegensatz zu den anderen Konstruktionen der Flachs in der Handdes Arbeiters. Der Apparat ist oben mit einem runden Teckel versehen, welcher fünf bissieben Schlitze enthält, durch welche die Einführung der Flachsstengel durch je einen Arbeiterstattfindet. Unter jedem Schlitz befindet sich ein geriefter Kegel eingelagert, der in diegleichfalls geriefte Unterfläche des Teckels eingreift. Bei Bewegung der Kegel um dieMittelachse der Maschine und gleichzeitig um ihre eigene tritt nun durch das Ineinander-greifen der beiden gerieften Flächen das Brechen des zngesührtcn Stengels ein. ZumBeseitigen der zerbrochenen Holzteile der Stengel, der Schöben, ist ein Kamm angeordnet,welcher jeder der kegelförmigen Walzen vorausgeht und die Stengel durchkämmt, sowie eineBürste, welche der Walze in ihrem Gange um die Mittelachse der Maschine folgt unddas Holz aus den Fasern ausbürstet. Zur schonenden Behandlung der Stengel habendie Achsen der kegelförmigen Walzen elastische Unterlagen. Der Arbeiter hat es hierbei

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