Die Strecke.
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Die Arbeit an der Krempel wird von zwei Männern ausgeführt, deren einer dasAuflegen der Schlägcrwickel besorgt, während der andere die Vvllcn Kannen durch leereersetzt und den Transport znr folgenden Maschine ausführt. Außerdem sorgen sie fürReinhaltung der Maschine und helfen beim Ausstößen. Jeder besorgt 10—15 Krempeln.Znm Schleifen bedarf es außerdem eines Schleifers und eines Einstellcrs für ungefährvierzig Karden.
Infolge unregelmäßiger Auflage aus den Öffnern und Schlägern sowohl als auchinfolge ungleicher Verteilung der Unrcinigkeitcn in der Baumwollmasse sind die Bänderder Karde ungleich dick, und durch das Absetzen der Fasern von der großen Trommel aufdie Sammelwalze liegen die Fasern wirr durcheinander. Bevor nun die eigentliche Ver-feinerung der Bänder zu Fäden vorgenommen werden kann, ist es nötig, diese Un-gleichheiten möglichst auszugleichen und die Fasern etwas zu parallclisicreu. In derPraxis benutzt man dazu die „Strecke", welche 6—8 Kardenbändcr vereinigt und durchein stetiges Schncllerlanfen der Strcckwalzcnpaare, welche den Hauptbestandteil dieserMaschine bilden, werden die Fasern parallelisiert. Die Strcckwalzcnpaare bestehen auseiner geriffelten Unterwalze aus Eisen ^ (Abb. 247) und einem belederten unter Druckstehendem Obercylindcr U. Beide werden durch mit Plüsch versehene Pntzplatten 6 und O
248 . AüfteUvorrichtnng.
von etwa anhaftenden Fasern und Unreinigkciten gereinigt. Die Unterwalzen werden an-getrieben, während die Oberwalzcn von den Riffelcylindern durch Reibung mitgenommenwerden. In neuerer Zeit wendet man mit Vorteil statt der sehr kostspieligen Ledcrvber-cylinder Riffelwalzcn an, deren Riffclungcn in die der Unterwalzen eingreifen, wodurchdie Fasern gehörig gehalten werden. Ein Beschädigen der Fasern wird dadurch vermieden,daß die Riffelnngcn nicht bis auf den Grund ineinander greifen, indem beide Cylindermit Wülsten auseinanderrollen.
Damit alle Ungleichheiten ausgeglichen werden können, müssen bis zu vier solcherMaschinen nacheinander angewandt werden, wovon jede durch einen Verzug, der derAnzahl zusammenlaufender Bänder, der „Doppelung", gleich ist, bewirkt, daß das aus-tretcndc Band, welches 6—8 eintretende Bänder darstellt, ungefähr gerade so fein ist,als eins der eintretenden Kardenbändcr. Um Ungleichheiten aus der Maschine selbst zuvermeiden, sind eigene Bandwächtcr vorgesehen, welche die Maschine abstellen, sobald einBand reißt oder ein Cylinder wickelt. Zu diesem Zwecke geht jedes Band über einen löffel-förmig ausgebildeten Doppelhobels (Abb. 247 u. 248) der durch den Zug des Bandes nachunten gehalten wird. Fehlt das Band, so folgt der Doppclhcbel U dem Übergewicht desanderen hakenförmigen Hebelarmes II und hält eine mit Nasen versehene Welle 1 an. Dieseerhält vorn Eintrittscylinder N durch Zahnrad 12 3 und Knppelmuff IX eine Dreh-bewegung. Steht die Nasenwelle still, so wird der auf ihr sitzende Muff X von dein vornCylinder getriebenen Bluffe I infolge der an beiden ausgebildeten schiefen Ebenen einehorizontale Verschiebung erleiden, welche den Winkelhebel XAX dreht, dessen Arm 8
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