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Die Nähmaschine.
Hilfe der Schnurstich hergestellt wird. Endlich ist noch I. C. A. Gibbs zu erwähnen,dessen 1858 erfundener Greiser den Kettenstich lieferte.
Es würde zu weit führen, wenn wir weiter aus die einzelnen Erfindungen an nndfür Nähmaschinen eingehen würden. Tie genannten, rasch aufeinander folgenden, wert-vollen Erfindungen haben genügt, um die Nähmaschine rasch populär zu machen nnd ihreFabrikation in den Vereinigten Staaten von Amerika schnell zu großer Blüte sich ent-wickeln zu lassen. Für ihre Verbreitung haben sich besonders Singer nnd Wheeler großesVerdienst erworben. Bis zum Jahre 1859 sind in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht weniger als 104 000 Maschinen abgesetzt worden. Von da ab ist die Produktionstetig nnd rasch gewachsen. In Deutschland sind zuerst in Leipzig Nähmaschinen gebautworden; weil bei uns im Anfang die kapitalistische Hilfe fehlte, so konnte sich jedoch dieNähmaschincnfabrikation in Deutschland nicht so rasch wie drüben entwickeln. Gegenwärtignimmt trotzdem Deutschland nach den Vereinigten Staaten von Amerika die erste Stelleein, dann folgen England, Österreich nnd Frankreich . Tie anderen Länder, in denenNähmaschinen gebaut werden, kommen für den Weltbedarf kaum in Frage.
In den Vereinigten Staaten von Amerika sind es, wenigstens anfänglich, besondersfünf Gesellschaften, die Howe Co., die Singer Cv., die Wheeler L Wilson Co., dieGrover L Baker Co. und die Wilcox L Gibbs Co. gewesen, die maßgebend für die Näh-maschinenkonstruktionen geworden und deren Systeme daher nachgebaut worden sind.
Wenn wir nun den weiteren Entwickelungsgang der Nähmaschinenindnstrie ver-folgen, so müssen wir uns darauf beschränken, nur die Familien- und Schneidermaschinenin Betracht zn ziehen. Tie von der Howe Eo. oder Singer Co. zuerst gebauten Maschinensind meistenteils für Handwerker bestimmt gewesen. Für Familienzwecke haben anfänglich dieGrover L Baker-Schnnrstich-, die Wilcox L Gibbs-Kettenstich- nnd die Wheeler L Wilson-Doppelsteppstich-Grcifmaschine im hohen Ansehen gestanden. Indessen verbrauchen dieSchnurstichmaschinen nicht allein sehr viel Faden, sondern sie liefern auch eine wulstigeNaht, die Kettenstichmaschinen erzeugen eine leicht lösbare Naht nnd die älterenWheeler <L Wilson-Maschinen sind, wenn auch einfach in der Konstruktion, in ihrenVerrichtungen nicht immer zuverlässig genug. Tie Schiffchenmaschinen sind in der Hand-habung nicht so schwierig, wie die zuletzt erwähnte Maschine. Es ist daher begreiflich,daß die Singer Cv. mit ihrer von I. M. Singer 1859 konstruierten Familienmaschinedie anderen Maschinen anS dem Felde geschlagen hat. Auch die 1861 von W. O. Grovergebaute Maschine, mit dem in einem Kreisbogen schwingenden Schiffchen, hat Anklanggesunden, doch hat sie sich gegen die Singer-Maschine besonders deshalb nicht behauptenkönnen, weil die Singer Co. ihre Maschine mit großer Energie einzuführen bestrebt ge-wesen ist. Seit der Aufnahme dieses Systems seitens der deutschen Nähmaschinen-fabrikanten zu Anfang der sechziger Jahre und bei deren stetem Bemühen, diese Maschine zuverbessern, ist die deutsche Nähmaschinenfabrikation zu großer Blüte gelangt.
Im Jahre 1873 ist die Wheeler L Wilson Co. mit einer von Honse 1872konstruierten Greifermaschine auf der Wiener Weltausstellung an die Öffentlichkeit ge-treten; diese hat in reichem Maße das durch die alte krummnadelige Wheeler L Wilson-Maschine verlorene Absatzgebiet wiedergewonnen. Sie unterscheidet sich von ihrer älterenSchwester dadurch, daß bei ihr Stich für Stich fertig gebildet wird. Das ist von Honsedadurch erreicht worden, daß er der Greiferwelle eine ungleichförmige Drehbewegung ge-geben nnd daß er einen durch ein Kurvengetriebe bewegten Fadengcber angewendet hat.Weil man der erwähnten Singer-Maschine einen schweren Gang, hervorgerufen durch dieprismatische Nadelstange nnd den in einer Gleitbahn gerade geführten Schiffchenschlitten,vorwirft, so sind vor nnd neben der gcradnadeligcn Wheeler L Wilson-Maschine eineReihe von Schiffchenmaschinen (Domestic, New Home, White w.) und zuletzt die Vibrating-shnttlemaschine der Singer Co. selbst entstanden, die nach Art der älteren Grover L Baker-Maschine ein im Bogen frei schwingendes Schiffchen haben. Nebenbei ist auch der Turch-gangsranm, weil er bei den älteren Maschinen nicht genügt hat, an diesen Maschinenvergrößert worden. Es sind gleichzeitig hocharmige Maschinen entstanden. Indessenerreichen die Schiffchenmaschinen wegen des in einer langen Bahn hin nnd her ge-