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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Herstellung der Bobbiunetgewebe.

Solcher Fadenpaare können bei der Herstellung eines breiten Tüllgrundes mehrereTausend nebeneinander stehen, deren linksstehende Fäden l h Iz 1, u. s. >v. alle die gleicheBewegung vollführen, was dadurch erreicht wird, daß jeder Faden durch das Öhr einesStiftes hindurchgezogen ist, diese Stifte ibi, wie Abb. 534, die wie die folgenden aus demWerke: „Studien über mechanische Bobbinnet- und Spitzenherstellung" von ProfessorMax Kraft entnommen ist, zeigt, sämtlich an einer Stange t befestigt sind und dieStange die erforderliche Bewegung nach links oder rechts erhält. Es müssen natürlichso viel Stifte, als links stehende Fäden vorhanden sein. Diese Stange mit den Stiften Xwird Leiter genannt. Wird diese Leiter nach links oder rechts verschoben, so ver-schieben sich selbstverständlich auch die Fäden in der gleichen Weise. Die Bewegungder rechts stehenden Fäden r r, iz i-z u. s. w., die sich von und zu mir zu bewegen haben,können nun nicht mehr eine so einfache Bewegungsvorrichtung erhalten, weil sie jaimmer zwischen je zwei Fäden l k, Iz I§ u. s. w. Hindurchlaufen müssen, um sich vonoder zu mir zu bewegen. Sie werden daher, um dies erreichen zu können, auf Spulengewickelt und so zwischen den Fäden durchgeschoben. Da nun die Fäden I I, Iz 1, u. s. w.sehr nahe aneinander stehen müssen, wenn der Grund sein werden soll, so müssen auchdiese Spulen sehr schmalsein, und sie bestehen auszwei runden dünnen Mes-singblechen, die in derMitte aneinander genietetsind, und zwischen denender Faden aufgewickeltwird. Diese Spulen heißen englisch Bobbin,wovon dann der Grundals Bobbinnetgrund(Bobbin - net, Spulen-Netz), die betreffendeMaschine als Bobbin-net m a s ch i ne bezeich- zzs-SS7. Schiffchen unL SpMr einer Spikenmnschine.

net wird.

Diese Spulen müssen sich nun infolge des allmählichen Verbrauches des Fadens,daher behufs Abwickelung desselben, drehen können und, wie schon erwähnt, zwischen denFäden I I, Iz 1, u. s. w. hindurchgeschoben werden. Beides wird dadurch erreicht, daß dieSpule in einen Apparat gesetzt, der Wagen — oarriags — auch Schiffchen ge-nannt wird. Auch dieses Schiffchen, welches ja die Spule zwischen zwei benachbartenFäden, daher durch einen schmalen Spalt hindurchzuführen hat, muß sehr schmal gehaltensein, wie dies aus den Abbildungen 535, 536, 537 zu ersehen ist, von welchen die erstedas Schiffchen mit der eingesetzten Spule in etwa halber Größe, Abb. 536 einen Schnittdurch das Schiffchen und Abb. 537 einen Schnitt durch die Spule, ebenfalls in etwahalber Größe zeigen; namentlich die zwei letzteren Abbildungen machen die geringe Dickebeider Vorrichtungen deutlich ersichtlich. Das Schiffchen, welches eigentlich das einerSpitzenmaschine ist, das jedoch znr vorläufigen Erklärung genügt, ist eine annähernd drei-eckige Platte aus Eisen oder Messing, die in der Mitte einen runden Ausschnitt zeigt, inwelchen die runde Spule 8 eingesetzt wird. Damit die Spule im Schiffchen festhält undauch gedreht werden kann, ist die untere Hälfte des runden Ausschnittes mit einer hervor-stehenden feinen Leiste versehen, welche zwischen die beiden Messingblättchen, aus denendie Spule besteht, eingreifen; außerdem ist oben die feine Feder k angebracht, welche miteinem schmalen Zähnchen am Ende ebenfalls zwischen die Blättchen der Spule eingreiftund gleichzeitig diese nach abwärts, also gegen die Leiste drückt. Der Faden, der sich beider Arbeit von der Spule abwickelt, geht sodann durch das Loch o hindurch.

Jedem Faden 1 entspricht ein Faden r, daher auch ein Schiffchen mit Spule, und esmüssen daher so viele Schiffchen mit Spulen vorhanden sein als Fäden I, daher mehrere