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' s,—2 Stunden im Kochen erholten. Noch Beendigung des Färbens wird die Warein kaltem Wasser gespült, in der Schleuder l Zentrifuge) entwässert, hierauf völlig getrocknetund gelangt dann in die Spinnerei; das Spülen und Trocknen wurde schon bei der Woll-wäsche besprochen (S. 559). — Ta die Wolle beim Umrühren in der Flotte stets etwasverfilzt und dadurch beim Spinnen viel Abfall entsteht, so finden in neuerer Zeit die soge-nannten mechanischen Färbeapparate vielfach Eingang, in welchen die Wolle unbeweglichbiegt und die Flotte durch Pumpen und andere Vorrichtungen beständig durch sie hindnrch-gepreßt wird; der gewünschte Zweck wird hierdurch sehr vollkommen unter Ersparnis vonArbeit und Dampf erreicht. Ähnliche Apparate dienen auch znm Färben von wollenemKammzng und baumwollenem Garn auf Spulen (Copfärberei).
Im übrigen wird aber Garn aller Art meist in Strangfvrm über Stöcke gehängt inrechtwinkeligen Kufen aus Holz oder Stein gefärbt; die Stöcke ruhen auf dem oberen Randder Kufe, und der Gleichmäßigkeit halber werden die einzelnen Stränge abwechselnd mitder Hand umgezogen, d. h. in ihrer Lage verändert, so daß sie mit immer neuen Mengender Farbflotte in Berührung kommen und nicht ein Teil beständig außerhalb der Flotte sichbefindet. Die Abb. 587 lS. 50 l > zeigt den Betrieb einer größeren Garnfärberei. Maschinen
znmFärbcn von Garn sindfast nur für Banmwoll-garn in Eops (wie sie dieSpinnerei liefert) und fürSeidengarn in Gebrauch.
Gewebe dagegen wer-den fast ausschließlichunter Benutzung vonMaschinen gefärbt, da siemit den Händen alleinzu schwierig zu bewegenMtz- sind; sie können entweder-(glatt ausgebreitet oderstrangartig znsammen-gerafft durch die Flottegeführt werden. Glattausgebreitet werden vor-wiegend Banmwollzcngeim Jigger gefärbt, denAbb. 588 zeigt; in der Zeichnung ist ein solcher Jigger leer, ein anderer mit Ware beschicktgezeichnet; im letzteren ist die Borderwand teilweise herausgebrochen, um den Lauf desZeuges erkennen zu lassen; die Ware wird auf eine Walze glatt aufgewickelt und läuftvon dieser ab um mehrere Führnngswalzen herum im Zickzack durch die Flotte, und wirddann am anderen Ende des Jiggers auf eine zweite Walze aufgewickelt; wenn das Zeug(bis auf das letzte Ende) abgelaufen ist, wird seine Bewegung umgekehrt und es wickeltsich wieder auf die erste Walze auf u. s. w., bis die Ware fertig ist. Das Färben inStrangform ist allgemein für Wollengewebe gebräuchlich; das Gewebe wird in Strangformzusammengerafft und, Ende an Ende um einen sich drehenden Haspel zusammengenäht,durch die mit der Flotte gefüllte Kufe gezogen; in der Regel laufen mehrere Stückeparallel nebeneinander und werden in gleicher Weise gefärbt. Eine vielgebrauchte Stückfärbe-kufe zeigt die Abb. 589. Garn- und Stückfärbeknfen werden am besten durch Dampf geheizt.
Nach dem Färben werden Garne und Gewebe gespült, durch Ansringen, Quetschen(zwischen Walzen), Pressen oder Schlendern in der Zentrifuge möglichst von Wasser befreitund dann entweder getrocknet oder auch feucht weiter verarbeitet, wo angängig, z.B. appretiert.Abb. 590 zeigt eine Schleuder, deren innerer Kessel mit der nassen Ware gefüllt und durch einekleine Dampfmaschine in sehr schnelle Umdrehung versetzt wird; vermittelst der Zentrifugal-kraft wird das Wasser durch die zahlreichen kleinen Öffnungen des Kessels herausgeschleudert,während dieWare halbtrocken zurückbleibt; solche Schlendern wirken sehr energisch entwässernd.
590 . Schleuder oder Zentrifuge.