Mechanische Schuhfabrikation. Bodenarbeit.
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aus Rahmen, Oberleder und Futter hindurch bei 4 die Brandsohle durchdriugt und indieser Weise Nahmen mit Brandsohle verbindet. Die eigentliche Sohle wird mit derToppclmaschine an den Rahmen 1 festgenäht und an der Hinteren Partie durch den Ab-satz festgehalten. ,
Nachdem wir nun die Befestigung der Sohlen vermittelst der Sohlcnnähmaschincnkennen gelernt haben, wenden wir uns zur letzten von uns ins Auge gefaßten Befestigungs-art des Bodens aus Oberzcng, zur Befestigung mitHolznägeln oder zur „holzgenageltenArbeit". — Die Vorarbeiten für diese Arbeit geschehen genau wie bei der Näharbeit,und der einzige Unterschied besteht eben nur darin, daß anstatt des Garnes der Näh-maschine, der Holznagel der Pflockmaschine das Verbindnngsmittel bildet. Der Holznagel,der bei der Pflockmaschine Berwendung findet, unterscheidet sich von den Holzstiften desSchuhmachers dadurch, daß er durch die Maschine selbstgeschnitten wird. Die Maschine empfängt einen, wie einBand gewickelten Holzspan von ca. 40—50 in Länge,und von diesem Holzband schneidet sie sich den Holznagelautomatisch ab und treibt ihn durch die Sohle. DiePflvckmaschinen arbeiten mit Ahle und Treiber. Ersteresticht das Loch vor, dann wird durch eine Transport-vorrichtung der Holzspan um die Nagelstärke vorge-schoben, der Nagel durch Messer abgeschnitten und gleich-zeitig durch den Treiber eingeschlagen.
Die früheren Konstruktionen der Holznagelmaschinenwaren derart, daß die Sohle auf den aufgelisteten Schuhgenagelt wurde. Es hatte dieses Verfahren jedoch, weildie Holznägel durch die Brandsohle in den Holzleisteneindrangen, einen bedeutenden Leistenverschleiß zur Folge,und man ist aus dieser Ursache dazu übergegangen, Ma-schinen zu konstruieren, bei denen dieser Übelstand beseitigtist. Es wird bei diesen neueren Maschinen der ausgeleistcteSchuh, gerade wie wir es bei der Sohlennähmaschinekennen gelernt haben, auf das an der Maschine befindlicheHorn gebracht und, wie dorten durchgenäht, so hier durch-genagelt. In dem vordersten Teile des Horns befindetsich eine Abschneidevorrichtung, deren Aufgabe es ist, diedurch die Sohle und Brandsohle dringenden Nagelspitzeninnerhalb des Schuhes glatt abzuschneiden. Eine derneuesten Holznagelmaschinen ist die in Abb. 650 dar-.gestellte, mit welcher man, wenn man es wünscht, nicht?nur einen Nagel, wie dies bei anderen derartigen Ma-schinen der Fall ist, sondern gleich zwei Nägel auf einmaleintreiben kann. Es bedeutet dies natürlich eine bedeutende Ersparnis an Zeit, diesich jeder Fabrikant gern zu nutze macht. Die Leistungsfähigkeit dieser Maschine beträgtca. 200 Paare pro 10 Arbeitsstunden.
Der Prozeß der Sohlenbefestignng hat, wenn er am ansgeleistcten Schuh vor-genommen wird, immer ein Verziehen oder Berdrücken der vorher faconnierten Sohle zurFolge, und es ist darum unerläßlich, ihm wieder Fa^on zu geben und bei dieser Gelegen-heit — falls die Sohle aufgenäht ist — den Riß zu schließen und den ganzen Bodenzu glätten und für den Ansputz vorzubereiten. Für diese Arbeitsleistung können wiederverschiedene Maschinen in Betracht kommen. In erster Linie die Sohlenglättmaschine(Abb. 651), aus welcher der inzwischen wieder anfgeleistete Schuh an der Sohle durcheine harte Walze aus Stahl, Bronze oder Hartholz, die sich in horizontaler Richtung be-wegt, geglättet und eventuell der Riß geschlossen wird. In Betrieben, wo eine motorischeKraft nicht zur Verfügung steht, kann die eben erwähnte Maschine keine Verwendungfinden, weil dieselbe mit Hand oder Fuß nicht betrieben werden kann. In solchen
eso. Aopnagelnmschinr.