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Achter Band. Verarbeitung der Faserstoffe
(Holz-, Papier- und Textilindustrie.)
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Gewinnung und Verarbeitung des Leders.

Fällen kommt eine FcnMpresse, wie sie unsere Abb. 652 darstellt, in Betracht. Beidiesen Maschinen ist der Schuh oder Stiefel ansgcleistct und wird über einem extrageformten Fa^vnleisten behandelt. Über diesen Leisten gebracht, wird der Schuh durchdie oben in die Maschine eingesetzte Preßform, welche durch einen Tritthcbel niedergedrücktund durch das Zahnradvorgelege nachgestellt wird, geglättet und fcwonniert, während einzweiter Schuh an dem auf einer Drchplatte befindlichen zweiten Leisten für diese Operationeinstweilen vorbereitet wird.

Wenn der Schuh bezw. der Boden geglättet und fa^onniert und der Riß gut ge-schlossen ist, ist er so weit, daß man ihn mit dem Absatz versehen kann; Kinderschuhe undsolche, welche ohne Absätze bleiben, werden direkt znm Ausputzen gegeben.

Der Absatzban. Der Absatz ist einer der wichtigsten Teile des Schuhes, der amschnellsten Not leidet. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, der Anfertigung dieser

die größte Auf-merksamkeit zuwidmen.

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Man hat, um

Absätze billigst her-zustellen, schon zuden verschiedenstenMaterialien ge-griffen; es ist je-doch bis heute nochnicht gelungen,einen geeignetenErsatz für Leder zufinden und einenguten dauerhaftenAbsatz aus etwasanderem zu ma-chen als Leder.Absätze aus Holzfinden nur be-schränkte Anwen-dung für ganz leich-tes und billigesSchuhwerk undsind wenig dauer-haft. Auch Absätzeaus Kunstleder und

6sc. Kohlrnzlättmoschinr.

sonstigen Präparaten haben sich schlecht bewährt und finden bei Fabrikanten besserer Wareebensowenig Anklang, wie das Verfahren, altes Leder für den Absatzban zu verwenden.Es bleibt deswegen nur lohgares Leder, welches für Unterflecke weich sein kann, fürOberflecke aber bestes Kernleder sein soll, zur Verwendung übrig.

Der Absatzbau mittels Maschinen unterscheidet sich von der Handarbeit dadurch, daßbei diesem der Absatz in Rohem vollständig fertiggestellt sein muß, bevor an das Be-festigen desselben aus den Schuh bezw. Stiefel gedacht werden kann, während bei derHandarbeit, vom Unterfleck anfangend, der Absatz fleckweisc aufgebaut und gleichzeitigan die Sohle festgenagelt wird. Beim mechanischen Absatzbau werden die einzelnen Flecke,nachdem sie ausgestanzt sind, mit der Hand oder unter Mithilfe eines Vorbauapparatesaufeinander gebaut und zusammengeheftet.

Wenn der Absatz vorgebaut ist, ist er zum Pressen fertig. Man muß jetzt schon inErwägung ziehen, ob man ihn nach dem Pressen, getrennt von dieser Operation vomInneren des Stiefels heraus, oder von außen durch den Absatz an die Sohle befestigenwill, weil für diese zwei Befestigungsarten auch verschiedene Maschinen in Betracht kommen.