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Die Eisenbahnen: Vorurteile gegen dieselben.
Bahn betrugen eiusäüicstlich Betriebsmittel und aller sonstigen Zubehörteile 175 469 Gulden,also rund >450 000 Mars. Das ist nicht viel, srcilich erhielten die bei diesem Babnbane be-schäftigten Arbeiter auch nur etwa -10 Pfennige Tagelohn, und die Baustoffe allster Schienenund Lokomotive konnten wohlfeil beschafft werden.
Die Personcnznge wurden in der ersten Bctriel'szeit teils durch Dampfkraft, teils durchPferde befördert. Ihre Benutzung war eine sehr starke und belicf sich durchschnittlich auf1200 Reisende für den Tag. Die erstere Beförderungsart zeigte sich nach Jahresfrist als diebilligere. Güterverkehr wurde erst 1848 eingerichtet. Die ersten Güter, die zum Versandgelaugten, waren zwei Fast Bier!
Die Betriebsausweise des jungen, neuartigen Unternehmens waren recht günstige.Die Eisenbahngcsellschaft konnte schon nach einem Jahre 20°, Dividende verteilen, eingewiß glänzendes Ergebnis und auch eine Genugthuung nach dieser Seite hin für dieMänner, die die Bahn inS Leben gerusen und unentwegt allen Schwierigkeiten getrotzthatten. Bayern aber gebührt das unvergängliche Lob, in Deutschland zuerst dieses hoch-geschätzte Verkehrsmittel eingesührt zu haben und den anderen Bnndesstaaten vorbildlichim Eisenbahnwesen geworden zu sein.
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Und dennoch währte es geraume Zeit, ehe weitere Bahnen in Deutschland gebautwurden. Heute sind wir gewohnt, von einer Erfindung, in welchem Erdteile sie auchgemacht wird, in kurzer Zeit Kenntnis zu erhalten. Telegraph und Eisenbahn bringenbaldige Kunde in Wort und Bild. Damals fehlte beides noch in deutschen Landen, auchstand das Zeitungswesen auf einer wenig entwickelten Stufe: Erfindungen und Fortschrittekonnten sich nur langsam verbreiten. Bei den Eisenbahnen kam dazu noch erschwerenddas schon erwähnte Vorurteil, das nicht nur der großen Menge, sondern auch den führen-den Persönlichkeiten den Blick verschleierte. Nach Marggraff („Der Sammler", 1885)warnte anläßlich der Eröffnung der Eisenbahn von Berlin bis Potsdam 1839 der altePfarrer Goßner in seiner Predigt „die Schäflein inständigst, sich ja von dem höllischenDrachen, dem Tampswagen, um ihrer Seligkeit willen fernzuhalten". Treffend kenn-zeichnete Fürst Bismarck die damaligen Zustände in einer Ansprache, die er am 1. April 1890an die Beamten der Direktion Altona hielt, als diese ihm zu seinem sünfundsiebzigstenGeburtstage einen Fackelzng in Friedrichsrnh brachten. Er sagte u. a.: „Von den An-wesenden werden sich wohl nur wenige der eisenbahnlosen Zeit erinnern, ich aber kannes. Ich weiß, wie ich in meiner Heimat wie ein Wunder angestaunt wurde, als ich er-zählte, daß ich — es war wohl 1837 oder 1838 — in Belgien auf einer Eisenbahngefahren sei. Und dann kam die erste Eisenbahn in Preußen, von Berlin nach Potsdam , 1839.Aber da wurde nur ein Gleis gebaut, denn auf einen größeren Verkehr wurde nicht ge-rechnet, und auch sonst war man in dieser Beziehung etwas engherzig gesinnt." Und wiein Deutschland , so auch in den übrigen Ländern. Minister Thiers äußerte am 21. April 1836im französischen Parlament: „Wir haben einen hohen Grad von Zivilisation erreicht.