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Die Londoner Untergrundbahnen.
Tunnelbreite hier ungewöhnlich stark ausfallende Mauerwerk zu vermeiden. , Trotzdemsind die schmalen Gewölbe immer noch 140 oin dick ausgefallen und die Außenwände160 ein. Eine 01 eru starke Lehmschicht hindert das Durchsickern des Wassers. In diesenDocks herrscht ein äußerst lebhafter Schiffsverkehr. Täglich fahren im Durchschnitt etwa sechsgroße Westindienfahrer ein und ebensoviele au?. Die Schiffahrt durste durch den Tunnelbaunicht unterbrochen werden. Mau teilte deshalb das eine Dock durch einen kräftigen Dammin zwei Teile, pumpte eine Hälfte leer, hob den Boden aus und mauerte den Doppel-tunnel auf. Die Herstellung des 95 in langen Tunnels beanspruchte wegen des sehrschlechten Baugrundes und verschiedener Wasscreinbrüche 23 Monate, das ergibt auf daslausende Meter Tunnel nicht weniger als sechs Bautage! Dank der hierbei gewonnenenErfahrungen wurde die andere Tnnnelhälste in drei Monaten durchgeführt, was einenBautag für das lausende Meter Tunnel ergibt. Es ließe sich noch eine ganze Anzahlvon bemerkenswerte» Baueinzelheiten anführen, die alle gleich den genannten das unge-mein Schwierige in der Anlage dieser Untergrundbahnen darthun würden. Namentlichmachte die Unterbringung vieler Stationen Mühe. Auf dem südlichen Teile des Jnncn-ringes wurde ein sehrschlechter Baugrund an-getroffen. Hier mußte so-gar die Fundamentsohlcder Tunnel bis 7,6 in tiefunter die Schienen ge-legt werden (vergl. auchAbb. 352).
Ursprünglich war be-absichtigt gewesen, sämtliche27 Stationen desJnneu-ringes nebst letzterem voll-ständig unterirdisch an-zulegen. Der älteste Ab-schnitt wurde mit denStationen Baker Street,
Portland Road und GowerStreet (Abb. 354) auchdemgemäß ausgeführt. DasTageslicht fällt hier durchzwei Reihen schmaler Lichtschächte ein, die neben den Bürgersteigen durch Gitter über-deckt sind. Diese Schächte dienen nebst einigen Öffnungen im Fahrdamm gleichzeitigauch zur Lüftung. Beide Zwecke werden aber nur kümmerlich erfüllt. Auf Grunddieser schlechten Erfahrung legte man, wo die Örtlichkeit es gestattete, die Stationen inoffene Einschnitte und spannte in Höhe des Straßenpflasters nach Abb. 355 ein Eisen-dach darüber.
Der Zugang zu den Bahnsteigen erfolgt von der Straße aus mittels Treppen u. s. w.Die Ein- und Ausgänge sind stets gesondert gehalten, so daß ein Begegnen und Stauenvon Reisenden ausgeschlossen ist. Mehrfach führen Fußgängerbrücken über die Gleise nachden einzelnen Bahnsteigen hin. Äußerlich fallen die Stationsgebäude kaum auf. EineInschrift und zwei Kugellaternen deuten sie an. Die neben einem Hauptbahnhofe belegeneBlacksriars-Station z. B. liegt unten in einem fünfstöckigen Gebäude, dessen Front in ver-goldeten Riesenbnchstaben weithin leuchtend verkündet, daß hier die Heilsarmee ihr Haupt-quartier aufgeschlagen hat. Der schmale Stationseiugang mit seiner geschwärzten Anschriftverschwindet dagegen fast völlig. Der Zugang zu der gegenüber dem Parlameutsgebäudebefindlichen Untergrundstation Westminster Bridge liegt unscheinbar in einem der hohenPrivathäuser. Der Weg zu den Fahrkartenschaltern führt durch den engen Gang an einemBäckerladen vorbei, so daß der zum erstenmal die Station Aufsuchende in Zweifel gerät,ob er auf dem rechten Wege sich befindet.
SSS. Station mit Glas-Lisrndach.
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