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Elektrische Tunnelrährciibahncii: Tie Zemral-Londonbahn.
führen und beim Einlaufen in die Stationen schneller anhalten zu können, sind die Stations-gleise um l^ft nr höher als die Auschlußstrecken gelegt und mit diesen durch Rampen ver-bunden. Für einen flotten Betrieb mit dichter Zugfolge hat sich dieses Mittel sehr gut be-währt und ist auch auf anderen Röhreubahnen in Anwendung gekommen. Mit Eröffnungdes Betriebes zeigten sich alebald einige bemerkenswerte Störungen au allen in der Näheder Bahn befindliche» magnetische» Meßinstrumente». So wurden aus der 3 lern ent-fernten Siernwarte zu Greenwich die Nadeln solcher Instrumente durch vagabundierendeStröme dieser Bahn abgelenkt.
Die Baukosten haben einschließlich des Krafkhauses und der gesamten Ausrüstung3 330 000 Mark für das lein betragen. Auch sie verzinsen sich nur recht mäßig. DerVerkehr beläuft sich im Jahre auf 5 bis 6 Millionen Reisende, au besonderen Tagensteigt er bis auf 25 000 Personen. Durch Erweiterung der Linie nach Süden undNorden hofft man eine wesentlich größere Zahl von Personen der Bahn zuzuführen.Die Fahrt auf dieser Linie ist nicht sehr behaglich, sie ist hart und etwas geräuschvoll,was die Reisenden aber gern in den Kauf nehmen, da ja die Fahrtdauer nur kurz undvon keiner Rauchplage begleitet ist und die Linie eine vortreffliche Verbindung des südliche»Londons mit der City, dem Herzen der Londoner Geschäftswelt, herstellt.
Der Bau dieser Bahn bildet in der Geschichte der Stadtbahnen einen Merkstein .Er lehrte, wie man auch in schwierigen Bodenarten und inmitten der Städte Bahntunnclohne Störung des Straßenverkehrs her-stellen kaun. während ihr Betrieb erkennenließ, wie sehr die Elektrizität dem Dampsgegenüber bei Tunnelbahnen den Vorzugverdient. Die Bahn wurde vorbildlichfür verschiedene Tnnncllinien in Paris (Entwurf), New Dort, Berlin u. s. w. Diegroßartigste Anwendung für Eisenbahnenhat ihre Bauweise bei dem Tunnel unterdem St. Clairslusse (Nordamerika ) ge-sundem Hier wurde ein Schild von6,4 in Durchmesser und 4U, rn Länge be-nutzt, der durch 24 Wasserdrnckpressen vonje 125 000 lc§ Druck vorgetrieben werden konnte. Sodann sind in den letzten Jahrenwiederholt in London mehrere Tiesbahnen dieser Art zur Ausführung gebracht, weiteresind dort noch im Ban. Zwei der ersteren sind auf der Tafel zu S. 86 verzeichnet. Dieeine läuft von dem großen Waterloobahnhofe aus unter der Themse her, unterfährt dieDistriktuntergruudbahu und mündet bei Mansion House, der Dienstwohnung des Lord Mayor.
Die andere, für den Londoner Verkehr noch bedeutsamere Anlage ist die Zentral-Londonbah», welche vom Mansion House in fast gerader Richtung nach der 9,3 üin ent-fernten Shepherds Buschstation im Westen von London läuft und lauter verkehrsreicheStraßenzüge in etwa 20 m Tiefe unterzieht. Unter zwölf Straßenkreuzungen sind 100 mlange Stationen errichtet, so daß der Bahn zweifellos ein namhafter Verkehr gesichert seinwird. Bei ihrem Bau wurden nicht nur die 3,5 m weiten Streckentunnel mittels desSchildes (4 m Durchmesser) vorgetrieben, sondern auch die Stationen und zwar diese miteinem Schild von 7 in Durchmesser. Für jede Fahrrichtung ist ein besonderer Stations-tunnel angelegt. Beide Tunnel haben aber gemeinsame Treppen- und Aufzugsanlagen.Mit Ausnahme der beiden Endstationen sind sie deshalb nach Abb. 366 in verschiedenerHöhenlage erstellt. Von jedem Tunnel führen kurze Treppen nach der gemeinsamen Platt-form, aus der die Auszüge münde».
Von besonderem Interesse ist die Stationsanlage bei Mansion House (Abb. 367).Der enge Platz vor diesem, auf den mehrere wichtige Straßen münden, wird eingerahmt vonder Börse, der englischen Bank u. s. w. Auf ihm spielt sich vom Morgen bis zum Abend einWagen- und Fußgängerverkehr ab, wie er kaum zum zweitenmal in der Welt zu finden ist.Unter ihm zogen sich mehrere Abzugskanäle, sowie ein Netz von großen Gas- und Wasser-
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366. Schnitt durch eine Zroischenltation derZentral Lsndon-Sahn.