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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Eisenbahnen: Stadtbahnen.

leitungsröhren her, die alle abgelenkt werden mußten, ohne daß dabei nennenswerte Störun-gen im Betriebe erfolgen dursten. Der Ban wurde von einem Schachte aus eingeleitet, derinnerhalb einer kleinen Umzäunung (vergl. Abb. 867) niedergesenkt war.

Da bei Mansion House ein wichtiger Bahnhof der älteren Untergrundbahn liegt, auchdie Waterloo- und Citybahn hier ausläuft, so konnte diese neue Station nm so mehr auseinen großen Verkehr rechnen. Um sie daher der aus verschiedenen Richtungen her zu-sammenströmenden Schar von Reisenden bequem zugänglich zu machen und ein Stauenauf dem von zahllosen Fuhrwerken befahrenen Platze zu vermeiden, wurde unmittelbar

387 . Grundriß der Slanlion Soufe-Station (Kopfbahnhof).

unter dem Pflaster eine fast 4 in hohe Zwischenstation angelegt (Abb. 868), um derenmittleren Teil sich ein nr höher liegender ringförmiger öffentlicher Weg zieht, auf denvon sechs Straßen Zugangswege (durch Treppen erreichbar) münden. Innerhalb dieser, inAbb. 367 punktiert angedeuteten Ringstraße sind sechs große Schächte nach der 14 in tiefergelegenen Bahnstation niedergesenkt, von denen einer die Treppe enthält, während dieanderen fünf für Auszüge dienen. Unter der 4.K nr breiten Ringstraße liegt wieder eineben so breiter Ringtunnel für die umgeleiteten Gas- und Wasserröhren u. s. w., welchesämtlich als Ringleitungeu hier verlegt sind, aus denen sich dann die Leitungen nach den

einzelnen Straßen leicht abzweigen ließe».

In drei Höhenstufen, davon zwei unterirdisch,wickelt sich der Straßen- und Bahnverkehr unabhängigvoneinander ab.

Mansion House-Station ist Kopfbahnhof. DieZüge müssen daher aus dem Eiusahrtstuunel in denAbsahrtstnnnel übergeleitet werden. Zu dem Zweckesind die bciden Slationsgleise an dem Kopfende in eingemeinsamesTunnelstück geführt und hier dnrchWeichen-verbunden, wie in der Abb. 367 rechts erkennbar ist.

»SS. Schnitt durch die MnnNon Mit großem Geschick haben die englischen Ingenieure

hier ihre Aufgabe gelöst.

Koufe-Station.

Elektrische Unterpflasterbahn in Budapest .

Eine mustergültige Anlage neuerer Art ist die im Mai 1896 eröffnete Unterpflaster-bahn in Budapest. Entwurf und Bau stammen von Siemens L Halske in Berlin . DieBahn ist zweigleisig mit 1435 wirr Spurweite ausgeführt, besitzt 3,7 llw Länge, liegt (bisauf ein kurzes, offenes Stück im Stadtwäldchen) unter dem Pflaster einiger Hauptstraßen,worunter die prächtige Andrassy-Straße. Krümmungen kommen nur au ihren beiden Endenvor. Die Tunnelstrecke wurde nach Abb. 373 in offener Ausschachtung hergestellt. Seiteu-wände und Sohlengewölbe bestehen aus Bcton (Mischung aus Zement und Flußkies),während die nach Abb. 369 n. 370 in der Mitte durch schmiedeiserne Säulen und zweiI-förmige Längsträger gestützte Decke aus eisernen, mit 1 nr Abstand verlegten I-Quer-trägern und dazwischen gespannten Gewölbkappeu aus Beton erstellt wurde. Aus sie legtsich die Straßeufahrbahu. Zum Schutz gegen etwa eindringendes Wasser ist die ganze