Amerikanische Schiffahrtsstraßen.
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Die Anzahl der Schiffe betrug:
1887 1891
1895
1896 1897
1898
1899
u) durchgehende
4 270
4 215
4161
4 473 4 456
4 758
4 092
1>! angekommene
49 168
46 599
47 984
71 754 49 642
51 006
57 134
o) abgegangene
48 935
45 754
47 369
71 539 48 910
49 815
55 821
Der eigentliche Lokalverkehr belief sich in Tonnen:
1887 189t 1895 1896 1897 1898 1899
aus 4 588 765 5 173 741 5 123 097 5 279 324 5 226 027 5 632 398 5 657 402
Seit 1898 macht sich eine stärkere Steigung dieses Verkehres bemerkbar.
Von den zu Wasser angekommenen Gütern dürsten einzelne Gattungen mit ihrem
Gewicht anzuführen sein:
Roh- und Brucheijcn . . . 33 483 t Nutz-, Bau- und Schiffsholz 6 576 1
Verarbeitetes Eijen .... 43 590 „ Brennholz u. j. w. 306 960 „
Erde, Lehm, Sand, KieS . . 107 245 „ Mühlensabrikate .... 60553 „
Getreide. 145 682 „ Steine und Stcinwaren . . 128 694 „
.vafcr. 67 679 „ Steinkohlen. 393 310 „
Stroh und Heu.13 307 „ Mauersteine. 1024 768 „
Kartoffeln. 1511,,
Bon den amerikanischen Wasserstraßen beansprucht die Schiffahrt auf denkanadischen Seen unbestritten den ersten Rang. Die Wasserstraße der genanntenSeen ist nicht nur die wichtigste unter den amerikanischen, sondern überhaupt unter allenBinnenwasserstraßen der Erde.
Ein Vergleich der Hanptabmessungen der kanadischen mit denen einiger europäischerSeen resp. Meeresteile läßt die bedeutenden Verhältnisse der ersteren klar hervortreten.
Größe in schür Meereshöhe in in
. 84 000
184
Michigansee .
. 59 000
178
.vuronjee
.61 000
178
Eriesee . .
. 26000
171
Ontariosee .
. 19 000
Gcsamtgröße 249 OvO.
170
Die Größe des Bodensees ist 540, die des Genfersees 610 (der Schweiz 41000)und die der Ostsee 358 000 <chm.
Eine von Natur schiffbare Verbindung ist nur zwischen dem Michigan -, Huron- undEriesee vorhanden. Der Obere See wird durch die Stromschnellen bei Sault SaintMary und der Ontariosee durch den weltberühmten Niagarasall von den übrigen Seengetrennt. Ein wichtiges Glied dieses Wasserstraßennetzes ist der Lorenzostrom, der eineLänge von 288 lcm besitzt, dessen Lauf jedoch ein sehr wechselvoller ist. Auf manchenStrecken fließt er träge dahin, auf anderen hat er einen sehr ungestümen, reißendenLauf, so daß er hier nur von Vergnügungsdampfern befahren werden kann. Hiermußten, um den Flußlauf überhaupt der Schiffahrt erschließen zu können, Umgehungs-kanäle hergestellt werden, auf die in dem Abschnitte „Schiffahrtskanäle" näher ein-zugehen sein wird.
Südamerika besitzt den größten aller Ströme, den Amazonenstrom. Dieser ge-waltige Fluß durchzieht das südamerikanische Festland fast in seiner ganzen Breite undbewässert auf seinem etwa 5000 üm langen Laufe ein Gebiet von 7 337 000 gchm.Immer weiter erstreckt sich die Schiffahrt den 1600 Stunden langen Lauf hinauf, undeiner nach dem anderen der zahlreichen größeren Zuflüsse wird der Schiffahrt dienstbargemacht. An der Schiffahrt des Amazonenstromes sind Brasilien, Peru, Bolivia, Ecuador und Columbia interessiert, und je mehr die Kultur in diesen zum Teil enorm großenLändern sich ausbreiten wird, um so größer wird die Bedeutung dieser Wasserstraße werden.
Von den Wasserstraßen Uruguays ist neben dem Uruguay , der Paranä zu nennen,der als Schiffahrtsstraße der bedeutendere ist. Bis zur Einmündung seines größtenNebenflusses, des Paraguay (1100 üm), ist er für Seeschiffe mit 3 m Tiefgang befahrbar.Der Paraguay kann auf einer Länge von 2250 lcm noch mit Dampfern von 1,s—2,2 m
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