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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Einrichiungen der Flußhäfen.

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daher meistens die für tiefer liegenden Baugrund üblichen Verfahren au. Vor allemhäufig sind Pfahlroslgründuugeu, aber auch solche auf Brunnen oder Senkkästen kommenvor. Läßt sich der tragfähige Grund gar nicht erreichen, so muß mau durch Steinschüttungoder Senkstücke eine Unterlage schaffen, auf der man das Bauwerk sicher in die Höheführen kaun. Bei der Ausmauerung kaun mau durch passend angeordnete Hohlräume,die mit leichterem und billigerem Material gefüllt sind, Gewicht und Kosten des Bauwerkserheblich vermindern. In der Höhe der Erdoberfläche wird die Mauer mit besondersbarten Steinplatten gut abgedeckt, um sie vor dem Einflüsse der Witterung zu schützen.Wie beim Bollwerk sind auch bei Ufermaueru Prell- und Haltepfähle nötig. Inverschiedener Höhe eingelassene Ringe dienen ebenfalls der Schiffsbefestignng. Istwegen stark wechselnder Wasscrstände die Mauer besonders hoch, so darf nicht unterlassenwerden, Treppen und Leitern in sie einzubauen, um vom User aus bequem die Schiffeerreichen zu können. Des weiteren muß stets für leistungsfähige Hebevorrichtungenzum Umlaben der Güter gesorgt werden, ebenso für ausreichende Speicherränme undFreilagerplätze. Eine guteAusstattung in beiderlei Hinsichtist für die ganze Anlage vongrößter Wichtigkeit. Bei An-schaffung der Hebe- und Speicher-einrichtung soll man sich stets dieneuesten Erfindungen und Er-fahrungen zu nutze machen. Be-sonders darf man mit maschi-neller Ausstattung nicht zu spar-sam sein, weil die Schiffahrtleichter geringe Abgaben für dieVerzinsung solcher Einrichtungenertragen kann, als den Schaden,der ihr aus überlangem Wartenwegen ungenügender Löschvor-richtungen erwächst. So kannein Elbschiff nur ein Viertel derSchiffahrtszeit zur eigentlichenFahrzeit benutzen, die übrigeZeit liegt es still, und zwareinen beträchtlichen Teil davon,um auf seine Entladung zuwarten. Es müssen eine Anzahl fahrbare Kräne vorhanden sein, die im stände sind,Lasten bis zu etwa 2000 zu heben. Die Krangleise gehen längs der ganzen Hafen-einfassung hin, damit das Becken vollständig ausgenutzt werden kann. Für besondersschwere Lasten wird ein fester Kran vorgesehen, der etwa 6000 bis 12 000 zu hebenvermag. Als Betriebskrast für die Hebcanlagen wendet man Menschenkraft, Dampf,Trnckwasser oder Elektrizität an.

Ist es notwendig vorzusehen, daß die Güter unmittelbar von der Bahn ins Schiffoder umgekehrt verladen werden, so sind längs der Ufermauern Ladegleise nötig. Hinterdiesen liegen Freilagerplätze oder Schuppen, wo dasjenige aufgestapelt werden kann, wasvor der Weiterbeförderung einige Zeit im Hafen lagern muß. Längs dieser Bauten sindan der Landseite wiederum Gleisanlagen angeordnet, damit hier ein Ent- und Beladender Bahnwagcn erfolgen kann, und so der Raum am Hafen zur Abwickelung des un-mittelbaren Umschlags nicht verringert wird. Die Lagerschuppen sind im allgemeinenihrer Bauart nach nicht von den an der Eisenbahn üblichen unterschieden. Sie haben oftan allen vier Seiten Laderampen. Auf der dem Hafen zu liegenden vollzieht sich derVerkehr mit den Schiffen, landwärts der mit der Eisenbahn. Aus den übrigbleibendenbeiden Querseiten hält das Fuhrwerk, das bei dieser Anlage möglichst wenig von der

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469 . Guerschnitt einer Kaimauer mit SteinkisteufnriLirrung.