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Neunter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Erster Theil.
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Hellinge, Schleppen oder Slips. Größere Ausbesserungen führt man lieberauf dem Lande aus, als im Trockendock, damit dieses nicht allzulange von einem Schiffbesetzt und für andere nnbenntzbar ist. Man hat daher schiefe Ebenen konstruiert, auswelchen das Schiff vom Wasser aus auf das Land gezogen wird. Tie einfachste Bor-richtung ist ein Helling, wie zum Stapellauf dienend. Vor Erfindung der MortonschenPatentschleppe war zum Aufschleppen eines Schiffes eine Zugkraft gleich >/§ des Schiffs-gewichtes notwendig. Bei den Patentschleppen wird das Schiff statt auf einem Schlittenauf einem niedrigen Wagen mit auf Schienen laufenden Rollen anfgeschleppt, wodurchdie Reibung von ' ^ auf des Schiffsgewichtes verringert ist. Die Vorwärtsbewegungdes Wagens geschieht durch Wasserdruckpresseu; Sperrklinken, welche in eine Zahnstangein der Mitte des Geleises einfallen, verhindern das Zurückgehen des Wagens. Statt inder Längsrichtung werden kleinere Schiffe auch in der Querrichtuug ausgeichleppt. Nebenden mit der Größe der Schiffe sich rasch steigernden Betriebskosten haben die Schleppennoch den Nachteil starker Abnutzung und schwieriger Unterhaltung, sowie nachteiliger Ein-wirkungen auf den Schiffskörper.

r>22. Eisernes Schwimmdock. Querschnitt.

Erhaltung der Tiefe der Häfen. Um einem Hafen seine Leistungsfähigkeitzu erhalten, sind die baulichen und maschinellen Einrichtungen, wie Kräne, Brücken.Docks, Schleuscnthore, Gleisanlagen, Speicher, Ladestraßen u. s. w., jederzeit in bestemStand zu erhalten. Ein Haupterfordernis ist aber die Erhaltung der Wassertiefein den Hafenbecken, dem Vorhafen und der Hafeneinfahrt. Denn alle Hafenbecken er-fahren im Laufe der Zeit eine Aufhöhung ihrer Sohle und damit eine Verminderungihrer Wasiertiefe entweder durch Verunreinigung von den Hafen durchströmenden oderin denselben sich ergießenden Wasserläufen, oder durch Sandzuführung infolge von Küsten-strömungen und endlich auch durch die Abfälle von den Schiffen beim Löschen von Ballast,Kohlen u. dergl. Tie Aufhöhung der Sohle kann je nach den örtlichen Verhältnissen30 cnr bis 1 m im Jahre betragen. Das beste Mittel gegen die Verflachung eines Hafensist eine kräftige natürliche Turchströmung des Hafens durch einen Wasserlauf oder infolgeeiner Küsteuströmung oder von Ebbe und Flut. Wo solche natürliche Strömung an sichnicht kräftig genug ist, kann ihre Wirkung durch Anlage künstlicher Leitdämme, durchwelche die Strömung zusammengehalten wird, gesteigert werden. In Ermangelung natür-licher Turchströmung hat man Ablagerungen auf der Hafensohle durch künstliche Spülungzu beseitigen gesucht, indem man in geschlossenen Hafenbecken, oder in eigens zu diesemZweck angelegten, durch Spülschleusen abgeschlossenen Spülbecken bei Flut große Wasser-