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Taucherausrüstung.
Glas geschlossen. Tas vordere Glas sitzt in einem runden, mit Gewinde versehenen Ringund wird erst kurz, bevor sich der Taucher in die Tiese begibt, in den Helm eingeschraubt.Die Pumpe muß in diesem Moment schon in Thätigkeit gesetzt werden.
Um den Austrieb des mit Lust gefüllten Tauckieranzuges zu überwinden, genügtnicht das Gewicht des Tauchers, vielmehr muß dieser noch eine künstliche Belastung er-halten. Dieselbe besteht in den bleiernen Schuhsohlen von zusammen 20 üx Gewicht undin zwei Bleiplatten von 7 oder 10 irre Gewicht, die dem Taucher aus Brust und Rückengehängt werden. Diese Gewichtsbclastung und ihre Anordnung hat jedoch noch einenanderen sehr triftigen Grund. Wenn irgend wer, so kann der Taucher es erfahren, daßdas Gehen nur in einem abwechselnden Stützen und Fallen besteht. Legt er das Brust-gewicht ab, so ist es ihm absolut unmöglich, vorwärts zu gehen. Tas Rückengewicht bringteine Neigung nach hinten hervor; beim Heben eines Fußes fällt der Körper zurück, undder Taucher ist gezwungen, zur Stützung den aufgehobenen Fuß nach hinten zu setzen: erhat einen Schritt rückwärts gemacht. Auch fühlt er sehr bald, daß zum Gehen eine ge-wisse Schwere nötig ist. Würde der Mensch nicht derSchwerkraft unterliegen, so würde ihm das Gehen un-möglich sein. Läßt daher der Taucher, um dem Übel-stand des Rückwärtsgehcns zu entrinnen, auch dasRückengewicht fort, so daß nur die schweren Bleisohlenihn am Grund festhalten, so kann er wiederum nichtgehen, denn wenn er auch einen Fuß hebt, er mag sichabmühen, wie er will, er gewinnt keinen Schritt, dasein Körper nicht nach vorn, aber auch nicht nachhinten fällt. Sein ganzes Arbeiten ist ein abwechselndesHeben unv Senken der Beine, ohne von der Stellezu kommen.
Die ganze Belastung des Tauchers wiegt etwa40 üg, zieht ihn also rasch an den Grund. An seinemAnzüge ist eine Leine befestigt, die ein Gehilfe in denHänden behält und so weit anspannt, daß der Tauchersowohl eine Führung hat, als auch durch einen odermehrere Rucke Signale geben kann. Die Leine dientschließlich zum Wiederemporziehen des Tauchers; sie ist, ^ Amerikanische Tauchee-nach Art der Lotleine, von je 2 zu 2 nr mit verschieden- a»srüN»ng.
artigen Marken versehen, um leicht die Tiefe ablesen zn
können. Die znr Zeit gültigen Signale sind: ein Zug: alles wohl, zwei Züge: mehrLuft, drei Züge: zu viel Luft, vier Züge: holt mich herauf, fünf Züge: ich will mit demSprachrohr sprechen. Für die Bedienung dieses erst in späterer Zeit eingeführten Hilfs-mittels ist ein Gehilfe angestellt, der gleichzeitig den Luftschlauch in Ordnung hält undihn leitet, wenn der Taucher seinen Ort verändert, auch für richtigen Druck unter Be-obachtung des am Lustschlauch befindlichen Manometers (Druckmessers) sorgt, so daß mitden zwei an der Pumpe arbeitenden Leuten drei Mann zur Bedienung eines modernenTaucherapparatcs erforderlich sind. Der Ort bes Tauchers wird stets deutlich erkannt durcheine Menge aufsteigender Luftbläscheu. Der lustbringeude Schlauch hat seinen Ansatz amHinterteile des Helms; durch ihn tritt ein beständiger Luftstrom ein. Für den Wieder-austritt muß gleichfalls gesorgt werden, hierfür findet sich an der Vorderseite ein Ventil,das der Taucher weiter und enger stellen kann. Die ausgeatmete Luft passiert eine Mengefeiner Löcher; sowohl hierdurch als durch den Druck, den die Luft selbst nach außen übt,wird dem Eindringen von Wasser vorgebeugt.
Derartige Taucher arbeiten gewöhnlich paarweise und abwechselnd, eine einzelneTauchung dauert durchschnittlich eine halbe Stunde, auf sie folgt eine längere Ruhepause,so daß ein Taucher bei schönem Wetter etwa 7 bis 8 Fahrten in einem Tage macht.
Außer diesem gewöhnlichen Apparat sind noch allerlei verwickeltcre erdacht worden,durch welche der Taucher von der Oberwelt noch unabhängiger gemacht wird und gleich