Verschiedene Taucherausrüstungen. 575
einem geringen Überdruck weicht die Decke nach außen zurück und schließt das Ventil.Es befindet sich also im Regulator immer Lust von einer nur ganz wenig höherenSvannung, als es der Tiefe entspricht. Nun ist der Sangeschlauch, welcher zum Mundedes Tauchers führt, nach diesem Behälter geleitet. Bei jedem Atemzüge verdünnt sichdie Lust im Regulator, die Decke wird durch den äußeren Wasserdruck gesenkt, das Ventilzum Behälter öffnet sich und der Regulator erhält wieder so viel Luft, bis diese denTeckel dem äußeren Wasserdruck gegenüber zu heben und so das Ventil zu schließen imstände ist. Der Sangeschlauch ist mit einer Lippenscheibe versehen, welche der Taucherzwischen Lippe und Zähnenimmt, sowie mit zwei Gebiß-läppchen, mit Hilfe welcher ervom Taucher festgehalten werdenkann. Außerdem befindet sicham Saugeschlauch ein nach obengehendes sehr weiches, flachesGummirohr, welches für ge-wöhnlich durch den Druck desWassers zusammengepreßt wird,also gegen Einströmung ge-schlossen ist. Dagegen öffnet essich, sobald Luft von innen An-geblasen wird. Dies geschiehtnun durch das Ausatmen. Jenesweiche, stäche Rohr dient alsAtmungsventil und zeigt durchdie von jedem Atemzüge aus-strömende Lust, welche in Bläs-chen in die Höhe steigt, dieStelle an, wo sich der Taucherbefindet.
Durch verschiedene Hand-habung des soeben beschriebenenApparats kann sich nun derTaucher innerhalb gewisser Gren-zen selbständig bewegen. Zu-nächst kann er, anstatt durchden Saugeschlauch auszuatmen,die Luft durch die Nase von sichgeben, so daß diese in den An-zug ausströmt. Derselbe fülltsich dann mit Luft, und derTaucher schwimmt, wenn er sichins Wasser wirft, wie ein Kork ,was oft außerordentlich possierlich aussieht, zumal naturgemäß alle Bewegungen, dieer in dieser Lage ausführen kann, plump und täppisch sind. Nunmehr öffnet er einenoben am Helm befindlichen Hahn, durch welchen die Luft ausströmt. Der Anzug entleertsich also, schmiegt sich zunächst an den Beinen an, diese sinken, und langsam folgt derOberkörper nach. Unten angelangt, nimmt der Taucher eine aufrechte Stellung ein.Die schweren Bleisohlen halten die Füße auf dem Grund fest; außerdem sorgt ein Brust-und ein Rückengewicht für anderweitigen Ausgleich des durch den umfangreichen Helmhervorgebrachten großen Auftriebes.
Das Aufblasen kann zweckmäßiger durch Öffnung eines zweiten Hahnes erfolgen,welcher Luft aus dem Behälter in den Anzug strömen läßt. Dies hat den großen Vorteil,daß der Taucher auch aus dem Anzüge atmen kann. Endlich kann das Aufsteigen im
561. Taucher mit Luklrrgniator und Sorrichtung zum Sprechenund Küren sowie unterseeischer Lampe.
i t>.