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Zehnter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Zweiter Teil: Geistiger Verkehr.
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Posten und Postwesen.

schreibt Cicero, das; das Briefschreibcn zwar eine schöne Sache sei, nin sich mit seinenentfernten Freunden zn unterhalten und zu verständigen, daß man aber leider keineMittel besitze, um die Briefe an ihren Bestimmnngsvrt gelangen zn lassen.

Der our^ pudln-im des Angnstus war folgendermaßen organisiert: In den zahl-reichen Stationshäusern, die in Entfernungen von je einer Tagereise an den Straßenlagen, standen oft bis 40 Pferde, Maultiere, Ochsen oder Esel, wohl auch leichte Fahrzeugeund Packwagen für reisende Beamte, kaiserliche Kuriere, hochgestellte Bürger und Boten,überhaupt für solche Personen bereit, welche kraft kaiserlicher Beglaubigung die Weiter-beförderung auf Staatskosten verlangen konnten. Zwischen den Hanptstationen lagen5 bis 8 Umspannungsstationen. Die Stationen befanden sich meist an bewohnten Orten,um für den Fall des Bedarfs Vorspann schnell heranziehen zu können. Diese Einrich-tungen beschränkten sich indes auf die großen Hauptstraßen. Auf Nebenstraßen waren dieOrtsbehörden verpflichtet, für die Fortschaffung derjenigen Personen und Briefe Sorge

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2. Römischer Reisemagen. Etruskisches Relief.

zu tragen, deren Beförderung durch kaiserliche Verfügungen angeordnet war. Von denNachfolgern des Augustns liegen viele, das Postwesen regelnde, oft bis ins kleinste gehendeVerordnungen vor, die sich namentlich auf die Benutzung der Posten, die Bespannung,die zu befördernden Gegenstände, die Trinkgelder und die Postwagen, sowie auf Kuriereund Briefboten beziehen. Wer die Post benutzen wollte, bedurfte dazu eines Diploms,das entweder vom Kaiser selbst oder von einem das Postwesen leitenden oder über-wachenden Präfekten ausgestellt wurde. Die Posten zerfielen in die gewöhnliche, mitOchsen, Maultieren oder Eseln bespannte Wagenpost, in die für Schnellreisende, Eil-güter und Briefe bestimmte Schnellpost und in die in dringenden Fällen gebrauchteKnrierpost. Zur Beförderung der letzten beiden Postengattungen bediente man sichausschließlich der Pferde. Geld wurde sowohl mit der gewöhnlichen wie mit der Schnell-post befördert. Die Gestellung und Unterhaltung der Transportmittel auf den Stationenwar Sache der Gemeinden, denen daraus eine drückende Last erwuchs. Die KaiserHadrian und Septimius Severus machten zwar Versuche, den Gemeinden einige Erleichte-rung zu verschaffen, indem sie die Übernahme eines Teils der Leistungen auf den Staatverfügten. Diese Anordnungen fruchteten indes wenig und waren nur von vorüber-