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fernungen von da zu beziehen, wo er sie am billigsten und besten einkaufen kann. Aufder anderen Seite erleichtert der billige Paketposttarif den Absatz der Waren für denVerkäufer und fuhrt zum Ausgleich erheblicher Preisunterschiede für Waren gleicherGattung in verschiedenen Landesteilen.
Als 1876 die Vereinigung des Reichs-Telegraphenwesens mit der Post stattfand,wurde die „oberste Post- und Telegraphenbehörde" geschaffen und Stephan alsChef derselben zum Generalpvstmcister ernannt. 1880 erhielt die genannte Be-hörde die Benennung „Reichspostamt" und der Generalpostmeister den Titel„Staatssekretär des Reichspostamts". In demselben Jahre begann die Neu-ordnung des Landpostdienstcs, welche den Zweck verfolgte, durch Errichtung einer
großen Anzahl von Postanstalten in Landorten, durch bedeutende Vermehrungdes Landbestellpersonals und der von diesem zn verrichtenden Gänge, durch Ausrüstungvon Landbriefträgern mit Fuhrwerk, sowie durch Anbringung zahlreicher Briefkasten anverschiedenen Orten die ländliche Bevölkerung in erhöhtem Maße an den Vorteilenpostalischer Einrichtungen teilnehmen zu lassen. Diese mit großer Beharrlichkeit undvielem Geschick durchgeführten Maßnahmen haben den schönen Erfolg gehabt, daß jetztjeder Landbewohner im deutschen Reichspostgebiete seine Briefe und Zeitungen mindestenseinmal täglich, an manchen Orten sogar zwei-, drei- und viermal des Tages durch diePost zugestellt erhält. Zur Belebung des Pvstverkehrs mit dem Auslande trugen dieGründung des Weltpostvereins (s.Seite80) und die Herstellung besonderer „Reichs-Postdampferlinien nach Ostasien, Australien und Ostasrika erheblich bei. Die deutscheReichspost besteht jetzt erst wenig länger als ein Vierteljahrhnndert. So kurz dieser Zeit-raum in dem Leben der Völker auch ist, so hat die Entwickelung der genannten Ver-kehrsanstalt in ihm doch so ungeheure Fortschritte gemacht, daß diejenigen früherer ganzer