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Herstellung der Decken,
dient je nachdem Leim oder Kleister. Das Leder muß, bevor es aufgezogen wird, nochgeschärft werden, d. h. an dem etwa 1 bis I stz am breiten Einschlag an der Fleischseitemit einem besonderen Messer, Schärfmesser, verlaufend dünn geschnitten werden. Unserehochentwickelte Maschinenindnstrie hat auch für diese sehr viel Übung erfordernde Arbeiteine Maschine konstruiert, welche von einer Hilfsarbeitern, bedient, mehr als das Doppelteals der geübteste Arbeiter leistet. Das zu schärfende Leder wird von rechts unter dasStahlband geschoben, von diesem automatisch unter die auf einer rotierenden Scheibe be-findlichen Messer weitergeführt und fällt dann in einen links an der Maschine angebrachtenBehälter (System Gebr. Brehmer, Leipzig -Plagwip).
Die neueste Schärfmaschine „ Fortuna ", Erfinder Benno Fischer, Cannstatt, entsprichtnoch mehr den Anforderungen, die der Buchbinder an eine solche Maschine stellen muß.Dieselbe arbeitet nach einem ganz neuen Prinzip, nämlich mit einem quer zum Arbeitsstück
16 ,. Abschärfmaschine „Fortuna"
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rotierenden schotenförmigen Stahlcylinder, dessen Wandung an seiner Peripherie außer-ordentlich scharf geschliffen ist, und der die Schärfspäne tadellos einer jeden GattungLeder wegschneidet, indem das Leder einfach automatisch zwischen zwei Leitrollen trans-portiert wird.
Durch Einstellung dieser Leitrollen läßt sich die Schnittfläche des cylinderförmigenMessers leicht verändern, so daß das Leder in jeder Breite bis zu 20 om und in jederStärke abgeschürft werden kann.
Die Ausarbeitung dieser Maschine ist eine sehr vollkommene, und die Leistungs-fähigkeit bei sehr geringem Kraftaufwand sehr groß. Ein außerordentlicher Vorzug dieserMaschine besteht darin, daß auch kleine Lederstücken, wie Ecken, Titelschilder, sowie schmaleStreifen zum Einfassen bequem ausgeschärft werden können. Es sind an der Maschinekeinerlei komplizierte Teile vorhanden, und daher ist die Bedienung eine sehr einfache. Miteinem an der Maschine leicht einsehbaren kleinen Schleifstein läßt sich das Messer stets scharferhalten, so daß ein Herausnehmen und Schleifen des Messers nicht notwendig ist.
Das Überziehen der Deckel „am Buche" findet aber größtenteils nur noch an ganzfeinen Halbfranzbänden oder Lederbänden statt. Wo es sich um Herstellung großer