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Zehnter Band. Der Weltverkehr und seine Mittel. Zweiter Teil: Geistiger Verkehr.
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Deckenpressnngeii.

großen Mengen von Blattalnminium und Konipositionsgold jährlich verbrauchen. Inden Verlagsorten Leipzig, Stuttgart, Berlin sind Buchbindereien entstanden, die zur Be-wältigung ihrer Aufträge über 50 Vergoldepressen in Thätigkeit haben, die mittelsDampf bewegt und mit Elektrizität geheizt werden.

Znr Herstellung von Deckenpressnngen und Farbendrucken sind Platten undSchriften nötig, welche nach künstlerischen Entwürfen teils graviert, teils geätzt werden.Die Anfertigung solcher Platten ist eine Spezialität einiger Gravieranstalten, die mitHilfe ihrer Fräs-, Hobel- und Gnillochiermaschinen solche Platten zweckentsprechend undverhältnismäßig billig herstellen.

In der Art der Gravierung sinddieselben sehr verschiedenartig,je nachdem sie für Relief, fürGold-, Blind- oder Farbendruckdienen sollen. Bei ersteren istdie Zeichnung in der Platte ver-tieft graviert und gehört eineGegenplatte (Matrize) dazu, umdie Pressungen mit der nötigenSchärfe ausführen zu können.

Diese Matrize fertigt sich derBuchbinder selbst aus Pappe.

Für Goldpressnngen sind die-jenigen Stellen der Platte, welcheaus dem Buchdeckel metallischglänzend erscheinen sollen, ähn-lich wie bei den Holzschnitt-platten, in ihrer ebenen Flächestehen gelassen, alles andere da-gegen heransgestochen worden.

Da alle Pressungen außerdem Farbendruck mit erhitztenPlatten, wie bei der Handver-goldnng, ausgeführt werdenmüssen, so befindet sich oben ander Presse der sogenannte Heiz-kasten, welcher mittels glühenderBolzen, Gas oder Dampf, in dierichtige Hitze gebracht wird, diesich ihrerseits nach dem zu be-arbeitenden Material richtet unddie der Verzollter genau kennenmuß. An der Unterseite diesesHeizkastens werden die Platten,welche vorher auf ein Stück Papier geklebt worden sind, befestigt; Decken und Rücken,welche vergoldet werden sollen, werden vorher mit verdünntem Eiweiß grundiert, sodannmit Blattgold belegt, welche Arbeit größtenteils von Mädchen, den Goldanfträgerinnen,geschieht. Die so vorgerichteten Decken bringt der Vergolder dann einzeln in die Presse,wo sie mittels Punkturcn oder indem sie in einen Winkel geschoben werden, den richtigenPlatz unter der Bergoldeplatte erhalten; hierauf erst wird durch den Hebel der vorhermittels einer Stellung geregelte Druck ausgeübt. Durch diesen mechanischen Druck unddurch die Wärme wird das Gold an den von der gravierten Platte berührten Stellenbefestigt, von den übrigen Stellen daraus das lose anfliegende Blattgold mittels einerweichen Bürste in einen verschließbaren Kasten gefegt. Die etwa noch anhaftenden kleinen

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165. Kmrhcbelprrsle.

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