2Z4 Buchbinderei.
wird, während bei der ersteren das Leder in einen Metallbügel gefaßt ist, der die Haupt-sorm bildet und die Arbeit wesentlich erleichtert. Die Herstellung der weichen Ware istbei weitem schwieriger, da hierbei so gut wie keine Hilfsmaschinen Anwendung findenkönnen, vielmehr alles durch die Hand des Arbeiters geformt und verbunden werden muß.Bei der Holzarbeit wird der Gegenstand aus Holz hergestellt und schließlich nur mitLeder überzogen. Die Mosaik spielt zur Verzierung eine große Rolle, Wappen, Mono-gramme u. s. w. werden aus farbigen Ledersorten eingesetzt; dazu wird das Leder aufdie verschiedenste Art gepreßt, und die einzelnen Verfahren kombiniert man mannigfach,um immer neue Wirkungen hervorzubringen. Während die bedeutendsten Fabrikanten,an deren Spitze I. Weidmann, dann August Klein, Rosenberg u. s. w., nur hochfeineArtikel, teuer zwar, aber bei aller Eleganz äußerst solid, herstellen, liegt der Schwerpunktder Berliner Industrie in der Massenerzeugung billigerer Gegenstände. Auch in Lffen-bach wurden früher ebenfalls mehr billige Waren fabriziert, doch schon seit Jahren werdenäußerst solide und feine Rahmen- und weiche Arbeiten meistens für den englischen Markthergestellt. Die Lffenbacher Fabrikanten haben es verstanden, sich in ihren Fabrikatendem englischen Geschmacke anzupassen, und werden darin von den Lffenbacher Metall-rahmen- und Schlvßfabrikanten, die das Eleganteste und Solideste liefern, was es indiesem Artikel gibt, und den ganzen Weltmarkt mit ihren Erzeugnissen beherrschen, aufdas thatkräftigste unterstützt.