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Technik des Holzstiches.
unserem Jahrhundert mit der Entwickelung des Tonschnittes Schritt gehalten hätte.Wilhelm Haas in Basel hatte schon eine verbesserte Trnckerpresse, znm Teil aus Eisen,gebaut, deren Einführung in Deutschland aber durch den Widerstand der Zünfte gehindertwurde. Carl Stanhope läßt dann in England eine eiserne Presse bauen, die weit stärkerenund gleichmäßigeren Trnck gestaltete als die alten hölzernen. So konnte man statt derBedeckung mit dicken und weichen Stoffen jetzt eine sogenannte „harte Zurichtung"einführen. Während bei weicher Zurichtung alle Teile ziemlich gleichmäßig stark gepreßtwurden, kommen bei harter Zurichtung die verschiedenen Abstufungen der Töne zurGeltung, und der Tonholzstich mit seinem Reichtums an Tonwertcn konnte auf solcherPresse voll ausgenutzt, die oben erwähnte Zurichtung der Walze ausgebildet werden.Die von Friedrich König aus Eisleben erfundene Schnellpresse gestattete statt des lang-samen Druckverfahrens früherer Epochen einen dem modernen Bedürfnisse entsprechendenschnelleren und besseren Druck. Seit den fünfziger Jahren werden auch feinere Jllustra-tionsholzschnitte auf solcher Schnellpresse gedruckt. Schließlich wurde 1863 in London die erste RotationsPresse aufgestellt, und man lernte Drucksatz und Bild klischieren, biegen,auf Walze montieren und so abdrucken, womit dem Bedürfnisse der in großer Auflage
Der Müller, sein Sohn und der Esel. Tie jungen Männer und der Aoch.
186 u. 187. Iwel Holzschnitte von Thomas Seruick aus seinen „Fabeln".
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erscheinenden illustrierten Tagesblätter Rechnung getragen war. Feinere Arbeiten,die besondere Zurichtung erfordern, können allerdings auf der Rotationspresse nicht ge-druckt werden.
Betrachten wir den modernen Holzschnitt nun in seiner geschichtlichen Entwickelung.In England hatte der Holzschnitt auch im 18. Jahrhundert noch Pflege gesunden, währender auf dem Kontinent fast ganz daniederlag. Von England ging auch seine Wieder-belebung aus. Thomas Bewick (1753—1828), als Kupferstecher mit Führung desGrabstichels vertraut, wandte diesen auch für Holzschnitt an, nachdem er im Stirnholz desBuchsbaumes eine Platte gefunden hatte, die, fest und elastisch, fast wie weiches Metall sichstechen ließ (Abb. 186 u. 187). Er ging wohl von dem Gedanken aus, den Jllustrations-kupferstich in seiner Wirkung nachzuahmen, aber durch Übertragung seiner Vorzüge aufden Hochdruck ihn im Letternsatze druckbar zu machen. Thatsächlich wurde er damit Er-finder des modernen Holzstiches, den er zur Buchillustration verwertete (Gays Fabeln,„Der alte Jagdhund", 1790 „Die Geschichte der Vierfüßler").
Das neue Verfahren fand in England schnelle Verbreitung, und der englische (undamerikanische) Holzschnitt hat sich bis in die Neuzeit stets auf der Höhe gehalten. EnglischeHolzschneider galten lange als die besten. Tie Schüler Bewicks, Charlton, Nesbitt,John Drin Smith, R. Branston, I. Jackson, die Branston-Schüler John und CharlesThompson u. a. m. entwickelten den Faksimileschnitt, das getreue Nachstechen der vomZeichner auf dem Holzstocke vorgeschriebenen Zeichnung. Lange hält diese Zeichnung ander Nachahmung zarter Kupferstiche und Stahlstiche fest, behält etwas Hartes und Kaltes,
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