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Tcr Holzschnitt in Frankreich und Deutschland .
Eine neue Epoche des Holzstiches wird durch den Illustrator Dore (gest. 1883)herbeigeführt, dessen großartige Tougemälde Pisan in Holz sticht lAbb. 189). Pisan gibtden Faksiniileschnitt ganz aus. Er arbeitet ausschließlich mit dem Grabstichel und bemühtsich, die von Tore ganz mit getuschten Tönen bedeckte Holzplatte durch den Stich nurso weit aufzuhellen, das; die Kontraste der Tonmassen zur Geltung kommen. ToresIllustrationen zu Dante, zum Ton Qnixote, zur Bibel (1865) werden weltberühmt, be-herrschen den Holzschnitt des ^oconck lAupiro. Durch die Ausbreitung der Photographie,den Plcinairismus und Impressionismus wird auch der französische Holzschnitt aus seinerromantischen Tonmalerei herausgerissen. Er strebt nach Sonne und Licht, nach Helligkeitund luftiger Klarheit der Töne. Er arbeitet, unter Vernachlässigung der Zeichnung, mitgroßen Tonwerten. Reorganisator war der Spanier Daniel Vierge in Paris , dessenHolzschneider Martin den neuen Stil schafft, den Lepere, Eugene Froment, Baude,Langeval, Pannemaker, Meanlle u. a. ausbilden.
In Deutschland geht die Wiederbelebung des Holzschnittes von I. F. G. Unger(gest. 1804) aus, ferner von seinem Schüler F. W. Gubitz (1786—1870) und dessenSchüler lliizelmaun (1797 —1854). Sein Aufblühen fällt mit der Epoche des Klassizis-mus und der Romantik zusammen. Gubitz führte zwar den Holzstich ein, aber wie imKupferstiche legte man in dieser Zeit auch im Holzschnitte den Nachdruck aus die Zeich-nung und verzichtete freiwillig auf die Vorteile des neuen Verfahrens. Man be-hauptete, daß es den „Prinzipien des Holzschnittes" entspreche, den Kontur zu betonen,die Modellierung auf wenige parallele oder einfach gekreuzte Strichlagen zu beschränken,daß Dürer und der deutsche Holzschnitt des 16. Jahrhunderts mustergültig seien, lindwirklich schuf man auch in diesem Stile eine Reihe kraftvoller, monumentaler Holzschnitt-werke. Viele der tüchtigsten Romantiker zeichnen mit Vorliebe für die Ausführung imKartonstil, besonders Cyklen, so Führich ..Szenen der Heiligen Geschichte", Rethel seinen„Hannibalszug" und „Totentanz" OAbb. 191). Schnorr illustriert mit anderen CottasBibel, Schwind und vor allem Ludwig Richter schaffen dem deutschen Volke einen poetischen