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so bald dort eintreffen werde. Nachts 12 Uhr brachten ausgeschickte Personen die Nachricht, Sigelstehe bei Thiengen und werde am Montag nack Balterschweil bei Lottstettcn marschiren, woraufsofort das Landwehrbataillon Meyer aufgeboten wurde.
Montag den 9. Juli befummelte sich in Folge Berichtes des Kommissärs und einessolchen des Herrn Oberst Mütter, welch letzterer ebenfalls ein Bataillon Landwehr aufgeboten,der Regicrungsrath schon Morgens 7 Uhr. Er stellte an den letzter» das Verlangen, daß beideLandwehrbataillone (daS Bataillon Bleuler war von ihm aufgeboten worden) sofort nach demEinrücken der Auszügerbataillone entlassen werden, bot 2 Bataillone Infanterie, 1 KompagnieScharfschützen , 1 Batterie Artillerie und eine halbe Kompagnie Kavallerie auf, in der Absicht,solche an die nördliche Grenze marschiren zu lassen, übertrug das Kommando derselben dem HerrnOberst Ziegler und theilte dem Kommissär mit Anzeige, daß 200 Gewehre zu seiner Dispositionnach Bülach abgehen werden und dem Bundcsrath seinen Beschluß mit, indem er das Begehrenan ihn stellte, daS Aufgebot möchte, als durch die Sorge für die Integrität der Schweizer Grenzedringend geboten, in eidgenössischen Dienst genommen werden. — Der Kommissär, Herr Benz,verfügte sich ins Badische, um sich mehr Gewißheit zu verschaffen. Es marschirten an diesem Tagdie Badenser nach Balterschweil, wo sie bivouakirtcn. Herr Benz überzeugte sich davon, daß dieseStellung für die Schweiz und namentlich für die angrenzenden Dörfer dcö Kantons Zürich gefahrbringend sei, wenn nämlich zwischen jenen und den ihnen nachjagenden Preußen ein Gefechtentstehen würde. Die Artillerie, aus zirka 00 Geschützen bestehend, hatte eine günstige Positioneingenommen, die Infanterie und die Frcischaaren lehnten sich rechts an das Gebiet des KantonSSchasshausen, links an den Kanton Zürich . Das Ganze bot freilich den Anblick eines in derAuflösung begriffenen, durch die Bande der Disziplin nicht mehr zusammengehaltenen KorpS dar.ES ließ sich indeß nicht verkennen, daß auch nur ein leichter Widerstand, der namentlich von derArtillerie, welche sich in dem Feldzug ordentlich gehalten harte, zu besorgen war, für die Dörferauf dem Rafzer Feld ein großes Unglück hätte herbeiführen können, indem man ziemlich sicher an-nehmen konnte, daß die Preußen die badische Artillerie nicht von der Front, sondern von denFlanken her angreifen würden. Diese Gefahr und die Verwickelungen, die damit für die Schweiz unausweichlich verbunden gewesen wären, suchte der Regierungskommissär möglichst zu vermeiden.Auf die von dem Brigadier Herrn Oberst Müller erhaltene Anzeige, daß die Flüchtlinge Weiß-haar und Oberlieutenant Waibcl ihm einen Besuch gemacht und folgenden Kapitulationsvorschlagvon Sigel vorgelegt haben: 1) die Schweiz verpflichtet sich, sämmtliche Truppen, welche in organi-sirtcn Abtheilungen erscheinen, mit Waffen und Gepäck in ihr Gebiet aufzunehmen; 2) die In-fanterie übergibt nach dem Einmarsch den Behörden der Schweiz ihre Waffen und wird sodannkompagnie- oder bataillonsweise einkasernirt und verpflegt. Zu diesem Zwecke werden deren Kricgs-geldcr der Schweiz übergeben; 0) die Artillerie behält die Waffen und kann im Ganzen oder inBatteriecn dislozirt werden; ü) die Kavallerie bleibt in ein selbstständiges KorpS vereinigt undwird ebenfalls einkasernirt und verpflegt; 0) die Offiziere behalten Waffen und Ocpäck und habenan den Orten ihrer respektive» Truppenabtheilungen ihren Wohnsitz zu nehmen; 6) die badische»Truppen und deren Anführer stellen sich unter den Oberbefehl des eidgenössischen Generals undverpflichten sich, sowohl im Fall eines KriegeS der Schweiz zu dienen, als auch keinen willkür-lichen Einfall aus außerscknveizerischeS Gebiet zu unternehmen; — daß er aber erklärt habe, in