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diese Vorschläge nicht eingehen zu können, — beorderte der Kommissär, Herr Benz, den HerrnStatthalter Unholz, Sigel zu sprechen und ihn zu befragen, was er hier an der Grenze vorhabe.Dieser empfing ihn, umgeben von seinen Offizieren, und erklärte, sie seien zum Aeußcrsten ent-schlossen, sie werden auf dem letzten Theil ihres Vaterlandes noch kämpfen, und wenn sie sichauch nickt retten können, so wahren sie doch damit ihre Ehre.
Gleichzeitig mit diesen Vorgängen meldete der eidgenössische Brigadier Oberst Kurz von Basel aus, er habe sich genöthigt gesehen, eine Kolonne von 250 Pfälzern in Begleit eidgenössischerTruppen nach Zürich zu instradircn, indem im Ganzen 1200 Mann mit 11 Stücken Geschützdort übergetreten seien. Der RegierungSrath ertheilte dem Polizeirath den Auftrag, in möglichsthaushälterischer Weise für Unterbringung jener Leute zu sorgen, und beschwerte sich üb-r die Jn-stradirung derselben beim Bundesrath.
Schon durchwanderten viele deutsche Flüchtlinge, zum Theil in abenteuerlicher Kleidung, dieStrassen der Stadt, als sich gegen Abend die Nachricht verbreitete, die Pfälzer kommen mit derEisenbahn, daher sich viele Leute in den Bahnhof begaben. Wirklich langten sie um 8 Uhr mitdem Zuge an, stiegen aus und wurden in Reihe und Glied gestellt. Ueberraschend war der Anblickdieser Freiheitskämpfer und ließ schnell begreifen, baß es den Preussen ein Leichtes gewesen, siezu besiegen und zu vertreiben. Es waren dieß meistens blutjunge unansehnliche Bursche, in ziemlichelendem Zustande, die einen noch in baierischcr Uniform (hellblau und roth) gekleidet und mitCasquets versehen, andere in der Kleidung von Freischärlern, noch andere ganz abenteuerlichaussehend. Mitunter sah man unter ihnen auch ältere Leute und einige Offiziere, Waffen hatteNiemand mehr, denn diese hatte man ihnen zu Basel abgenommen. Die Kolonne hatte zu demKorps des Obersten Blenker gehört. Sie marschirte, geleitet von 16 Aargauer Soldaten nebsteinem Offizier, in die Kaserne, wo sie über Nacht untergebracht wurde.
Am späten Abend durchkreuzten sich noch eine Menge Gerüchte über das Schicksal derbadischen Armee.
Dienstags den 10. Juli, es war ein heißer schwüler Tag, besammelte sich der Regierungs-rath schon Morgens um 6 Uhr, indem der Kommissär, Herr Benz, berichtete, daß die KolonneSigel wahrscheinlich den 10. und 11. den Preußen hart an der Schweizer Grenze noch Gefechteliefern werde, und dann mit etwa 8000 Mann, Kanonen und vielen Pferden sich nach derSchweiz zu begeben gedenke. Die Regierung lud ihn ein, den Kommandanten Sigel sofort aufgeeignete Weise aufzufordern, sich entweder mit seinen Truppen von der Grenze zu entfernen oder,wenn er ein Asyl in der Schweiz ansprechen wolle, die Grenze in gehöriger Ordnung und mitUnterlassung weiterer Gefechte zu überschreiten, dabei ihm zu bemerken, daß er mit den übrigenFührern für die auS Unterlassung dieser Maßregel hervorgehenden Folgen verantwortlich erklärtwerde, daß man namentlich den Umfang, in welchem man das Asvl gewähren werde, von derArt und Weise, wie er den Uebergang ins Schweizer Gebiet bewerkstelligen werde, abhängigmache. Herr Benz wurde eingeladen, sich bei Herrn Oberst Müller persönlich zu verwenden, daßder Kanton Zürich durch die Flüchtlinge nicht allzu sehr belästigt werde und daß die Transportenicht aus einer Straße, sondern aus den beiden Richtungen nach Winterthur und Zürich instra-dirt werden. Den Ständen St. Gallen, Glarus, Schwyz, Zug und Luzern wurde mitgetheilt,daß ein Theil der Flüchtlinge das Gebiet dieser Kantone betreten werde, Herr Oberst Müller
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