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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1840 bis 1850 / von Friedrich Vogel
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In der Organisation der Gesellschaft gingen seit 1839 einige Veränderungen vor. GeßnerSHerbarium wurde an den botanischen Garten abgetreten. Die Jnstrumentensammlung eristirt nichtmehr. Einen Theil der Instrumente besitzt nun die Kantonsschule, ein anderer wurde verkauft, undnur zwei Fernrohre, eine astronomische Uhr und ein Bordä'scher Kreis beibehalten, die sich aufder Sternwarte befinden. Von der erwähnten Uhr aus geht seit September 1848 im Namen derGesellschaft die Regulirung der hiesigen Stadtubren nach mittlerer Zeit.

Die nalursorschende Gesellschaft gab auch von 18401850 jährlich am BerchtoldStag imHochschulgebäude der Jugend Neujahrsgeschenke, die Beschreibungen der Wetterlöcher oder Windhöhlen,der Karrenfelder, deS Rennthieres, des Bibers, Fuchses, der Feldmäuse, verschiedener Jnsektenartenund Fische, eine Beschreibung der Heilquellen zu Tarasp, Kanton Graubünden , und eine Lebens-beschreibung des Naturforschers Johannes Gcßner (7 1790) enthalten.

Die schweizerische naturforschende Gesellschaft hielt im I. 1846 ihre Sitzungenzu Winterthur . Sie wurde am 30. August in einem mit Blumen bekränzten Saale im neuenSchulgebaude empfangen und hielt am 3l., 1. und 2. September in einem ebenfalls geschmücktenSaale des Ralhhauses ihre Sitzungen. Inzwischen fand ein Orgelkonzert in der Kirche statt, undam ersten Tage Abends wurde die Gesellschaft im Palmcngartcn mit Musik und Feuerwerk unter-halten.

Kantonal - Qffl;iersgesellschaft

Diese Gesellschaft, welche laut ihren Statuten zum Zweck hat: Beförderung der freundschaft-lichen Verhältnisse unter sich und gegenseitige Belehrung durch mündliche und schriftliche Mitthei-lungen, so wie auch Anfrechthaltung und Vervollkommnung unsers WehrwesenS, besteht auS densämmtlichen Offizieren, Aspiranten und Kadetten erster Klasse aller Waffen des Kantons Zürich ,und der Beitritt steht frei allen Offizieren, welche mit Ehre ihren Abschied erhalten haben. DieGesellschaft wurde im I. 1833 gestiftet, und zwar als Sektion der eidgenössischen Militärgesellschaft,die gleichzeitig zu Winterthur gegründet wurde. Sie versammelt sich in der Regel jährlich einmal,wobei die Mitglieder in Cioilkleidern erscheinen. Die Sitzungen beginnen Vormittags 10 Uhr. ZurDeckung der allfälligen Ausgaben leisten die Mitglieder einen jährlichen Beitrag von 4 Batzen.Die Gesellschaft zählte im I. 1841 122, im I. 1850 171 Mitglieder. Sie versammelte sich imI. 1840 zu Horgen, 1841 zu Zürich, 1843 zu Küßnacht, 1844 zu Stäfa, 1845 zu Uster ,1846 zu Baltenschwcil, 1847 zu Zürich, 1848 zu Thalweil, 1849 zu Kloten, 1850 zu Winter-thur . Anfangs wurden meist Jahresberichte über die Leistungen der verschiedenen Waffengattungenbehandelt; später wurden die Verhandlungen mannigfaltiger und beschäftigten sich mehr mit allge-meinen Fragen über Organisation, Bewaffnung und Ausrüstung der Truppen.

Im I. 1846 fand am 21. Juni eine Versammlung der eidgen5ssjschen Militärgesell-schaft zu Winterthur statt. Am Tage zuvor langte eine Deputation von 12 Offizieren des KantonsWaadt mit der eidgenössischen Gesellschaftsfahne zu Dietikon an und wurde daselbst durch ein Kavallerie-datachement und mehrere Stabsoffiziere von Zürich empfangen, begrüßt und nach Zürich begleitet.Am folgenden Tage schloffen sich der Reise nach Winterthur die Offiziere von Zürich und der benach-barten Kantone an. In Baltenschweil wurden sie durch eine Deputation des Winterthurer Festkomiteempfangen und an den Bestimmungsort begleitet. 22 Kanonenschüsse begrüßten die eidgenössische

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