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XII. Die Architektur des gothisclien Styles.
Kathedrale anscliliesst. — Ein sehr geräumiges Gebäude der ehe-maligen Abtei von Vauclair, 1 unfern von Laon , gegen 204 Fusslan » bei 38 F. Breite, im Untergeschoss in zwei Säulensäle zer-fallend, im Obergeschoss einen einzigen Saal bildend, dessenKreuzwewölbedecke durch eine Mittelreihe von 13 kräftigenSäulen getragen wird und dessen Fenster noch rundbogig sind,während gleichwohl die Gurte des Gewölbes die schon ausgeprägto-othische Form eines einfachen Birnstabprofiles haben. — Einprächtiger Saalbau in der ehemaligen Abtei von Ourscamp, 2die sogenannte „salle des Mores“ oder „des Morts“, ebenso miteiner Mittelreihe von Säulen, diese von schlankerem Verhältniss._ Das Refectorium von St. Martin des champs zu Paris , 3
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das reizvollste Beispiel derselben Bauanlage, mit sieben höchstschlanken Mittelsäulen; diese auf mehrfach abgestuftem acht-eckigem Untersatz; der Schaft aus zwei Stücken bestehend, welchedurch einen gegliederten Ring getrennt werden, das untere stär-
1 De Caumont, Abecedaire, areh. civ., p. 100, ff. Voy. pitt. et rom., Picar-die, II. Verdier, architeeture civiie et domestique au moy. äge.— 2 Voy. pitt.et vom., Pic., III. (grosse Vignette im Text.) Verdier, a. a. O — 3 De Guil-liermy, it. areh. de Paris , p. 242. Viollet-le-Duc , dictionn., II, p. 528.