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3 (1859) Geschichte der gothischen Baukunst / von Franz Kugler
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Die deutschen Nordostlande.

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allem Kunst-Element eben nur die Massenwirkung übrig geblie-en ; das Einzelne ist last durchweg roh, starr, zum Theil sehrarbaristisch. Kleine Kapellen, zwischen die Strebepfeiler dereitenschiffe hinaustretend, sind flachgewölbt und mit schlichte-sten flachbogigen Fenstern versehen; die Oberfenster des Mittel-

Marienkirche zu Stralsund .

Fenster der Seiteukapellen. Oberfenster des Mittelschiffes.

Schiffes, auch die Mehrzahl der übrigen, haben die hässlicheeckig gebrochene Form; der Chorumgang ist, dem innern Chor-schlussc parallel, dreiseitig und an jeder Breitseite mit drei Fen-

Fenster des Chorumgangs der Marienkirche von Stralsund . (F. K.)

stern versehen, von denen aber nur das mittlere ein ganzes, jedesder beiden Seitenfenster ein halbes ausmacht. U. s. w.

Einige kleinere Monumente reihen sich an: die Johannis-Klosterkirche zu Stralsund , ein schlichtes Gebäude, be-merkenswerth durch die seltne Anlage eines Vorhofes, der mitArkaden umgebeil ist, achteckigen Pfeilern, welche durch breitegedrückte Spitzbögen verbunden werden; die Apollonien-kapelle, neben der Mai'ienkirche, ebendaselbst-, ein zierlichschlichter achteckiger Bau; und die Gertrudskirche bei'Wolgast , ein zwölfseitiger Bau, mit einem starken RundpfeilerKugler, Geschichte der Baukunst. UI, 60