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XII. Die Architektur des gothischeu Styles.
hohen Thurme vor der Mitte der Westseite, dessen Spitze ebenfallsfehlt; und die Marienkirche des nahe belegenen Freien-walde, von deren äusserer Ausstattung dasselbe gilt, und derenThurm unterwärts, mit reich gegliederten Pfeilern und Bügen,
eine offne Durchfahrt bildet; — auch (in Vorpommern) die Ste-phanskirche zu Ga rz an der Oder, — und die einschiffigePetrikirche zu Stettin .
Ausserdem einige kleine Polygonbauten: die Gertrudskirchebei Rüge nwalde, zwölfeckig, mit erhöhtem (doch nicht durch
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Marienkirche zu Stargard . Profil der Gcrtrudskirche bei KOgenwalde. Profil der Bogen-
Strebepfeiler der achteckigen Kapelle glicderungen im Mittelraum. (F. K.)
auf der Nordseite des Chores. (F. K.)
eigne Fenster beleuchtetem) sechseckigem Mittelraume und zier-lichen Sternwölbungen, zugleich mit einer Gliederung der Scheid-bögen und der über diesen aufsteigenden Wandnischen, welchedas bei den hinterpommerschen Hochbau-Kirchen befolgte Svstemder Wandgliederung aufnimmt; eine achteckige Kirchhofkapellezu Cösiin, — und die gleichfalls achteckige Kapelle des Geor-gen-Hospitals zu Stolp .
Ein eigenes Prachtstück der Spätzeit findet sich noch amDome von C am min, eine Giebelreihe, welche das südliche Sei-tenschiff krönt. Glänzende Rosetten über buntem Stab- und Maass-werk füllen diese Giebel; Fialeuthürmchen steigen zwischen ihnen