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Die skandinavischen Lande.
die sich auf drei Seiten in kleine viereckige Nebenkapellen öffnen.Schlanke, mit Säulendiensten besetzte Kundpfeiler bezeichnenden Raum des innern Achtecks, durch reichverzierte Brüstungs-wände verbunden; noch schlankere Säulenbündel schiessen zwi-schen ihnen empor, den reichgegliederten Hauptscheidbögen eineandre leichte Bogentheilung (concentrisch mit jenen) unterlegend.Darüber ein stattliches Maasswerktriforiuin und über diesemLanzetfenster-Gruppen, von Säulchen und Bögen umfasst. DünneSäulendienste, an den Pfeilern aufsteigend und von den verschie-denartigen Horizontalgesimsen ringartig umkröpft, tragen die voll-profilirten Rippen des achttheiligen Gewölbes, welches den Mit-telraum deckt, — das ganze System vollständigst im Charakterder englischen Früligothik. — Auch die Dekoration der Seiten-räume des Octogons hat diesen Charakter, im Einzelnen mitwundersam phantastischen Umprägungen. Wandarkaden mitdurchschlungenen Spitzbögen, in den üppigsten Weisen englischer
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Dom zu Dronthehn. Von den Wandarkaden im Umgänge des Octogons. (Nach v. Minutoli.)
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Frühgothik ornamentirt, umgeben den Fuss der Seitenmauern.In den Ecken sind Dienste, von denen sich andre wie die Armeeines Leuchters abzweigen, der Theilung der Gewölbe des Um-ganges, bei den breiteren Aussen- und den schmaleren Innen-seiten seiner einzelnen Felder, überall die erforderlich scheinen-den Stützen zu geben. Ganz seltsame Pracht erfüllt die Zugängezu jenen kleinen Nebenkapellen, mit Säulen und mit Kapitalen,die statt der Säulen von vorspringenden Consolenschaften getra-gen werden, mit den Ornamenten von Bögelchen, Vierblattblumen
Kngler, Geschichte der Baukunst. ITI. 64