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3 (1859) Geschichte der gothischen Baukunst / von Franz Kugler
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XII. Die Architektur des gothischen Styles.

(demHundszahn der Engländer), mäanderartigen Zinnen u. dgl.Innen sind die Wände dieser Arkaden mit gebrochenbogigenArkaden geschmückt, denen sich eine reiche Ornamentik, hier inden Formen reinster Ciassicität, zugesellt. Ein andres Stückphantastischer Pracht ist die Arkadenwand, welche den Zugangvom Chor-Mittelschiff in das Octogon ausmacht. Zwei der Haupt-pfeiler seines Mittelraumes (in breiterem Abstande als an dessenübrigen Seiten) zählen zu den Gliedern dieser Wand; aber ander-weitige Arkaden, zum Theil mit übermässig schlanken Stützen,oberwärts offne Gallerieen , Ornamentfüllungen, sculpturenge-schmückte Bogenöffnungen treten hinzu, dem Ganzen den Anscheinder reichsten Lettner -Architektur gebend. Indess ist dies einer derTheile des Baues, wo sich den frühgothischen Formen entschie-den spätgothische einmischen, der Art, dass hier eine durchgrei-fende Ueberarbeitung der ursprünglichen Anlage wird angenom-men werden müssen. Das Aeussere des Octogons ist nicht

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Oestliche Ansicht des Domes zu Drontheim . (Nach v. Minutoli.)

minder durch seine Ausstattung bemerkenswert!!. Am UnterbauFenstergruppen, ähnlich wie am Langbau des Chores. Auf denEcken aber schon Strebepfeiler, doch zu deren Seiten wiederumschlanke Säulchen, als Träger eines Dachfrieses von sich durch-schneidenden Spitzbögen, während unterwärts, unter den Fenstern,