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Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
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64
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Ö- 8-

Indem wir das Flüffige als IVf-ilTe erkennen, diedurch das Entfalten ihrer Innerlichkeit zugleich die

vor-

Das Phänomen der Ailhäfion wurde bisher felir gewöhn-lich mit der Macht des Zufammenhalts (Cohärenz) ver-wechselt, Berühren Sich zwei gefchliffene.Meull,- oder Glas-platten, oder eine dicfer Platten und eine. Flüfligkeit, z. B,Oel . Wnffer, etc-, oder kommen auf gleichebener Flächezwpi nahliegende Wader r oder Oeltropfen, durch Berührungzur Vereinung-, fo verdient diele gegenfeitige Bewegungder Oberflächen zu einander, Adhußon genannt zu wer-den , dahingegen die Macht des Zulammenhangs und diefortdaurende Behauptung dicfer mit beflimrmem (roittelftder Waage) zu mellendem Kraftaufwande bewirkten Ver-bindung: Cohärenz zu benennen iß. Adhäfion kann datierZur Cohärenz führen, aber nicht umgekehrt, indem beidem Wirken der letzteren, elftere fchon als gewefen ge-dacht werden mufs.

Das Bedimmen der Macht der Cohärenz gefchieht ge-wöhnlich auf folgende Weife:

u) um zu erfahren, wie fiark eine gegebene Findigkeitan eine gefcliliffene Platte hängt, beteiligt man eine lolcheMetall-oder Glasplatte fam beiten eine runde dicke Meiling-platte) vermittelt! eines, in der Mitte derfelben befindlichenHakens, durch einen Faden- an den Arm eines Waagebal-kens, fo Aals er genau horizontal hängt. ^Nachdem mannun die Platte durch Gewichtbefchwerung der Waagfehaaledes andern Arms ins Gleichgewicht gebracht hat, nähert mander untern Platten - Fläche die zu prüfende Flüfligkeit, mitder Vorficht, keine Luftblafe zwifchen der Platte und derFlüfligkeit zurückzuladen; durch die Berührung beider.wird die Platte aus dem Gleichgewicht gebracht und es

wer-