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Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
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Seit Kant waren mehrere Naturforfcher geneigt,die Urfache der verfchiedenen Dichtigkeiten, das Aus-gedehnt- und Zufammengezogenfeyn der befonderenSubftanzen in dem verfchiedenen VerhältniJTe zweierGrundkräfte, der Attractiv - (Komprefliv -) und Repul-fiv- (Expanfiv-) Kraft zu fuchen; man fchien dabeiaber zu vergeifen, dafs man das Phänomen felbft (dasAusgedehnt- und Angezogenfeyn) als Erklärungsgrund,alfo das zu erklärende als Jehon erklärtes und als Erklä -Twigsmittel, und fo die Wirkung als Urfache unter-fcliob. Kant felbft wollte aber weiter nichts mit jenenbeiden Kräften an deuten , als zu fagen , dafs jedes Sub-ftanzielle als folches beider Bewegungs Achtungen , zurAtiraction und Jtiepulfion fähig wäre, und dafs diefeRichtungen ein beftimmtes V erkält inj unter' lieh beob-achten, welches dadurch ausgedrückt wird, dafs keineder Richtungen ohne das Gegebenfeyn der-ihr entge-gengefetzten — Wirklichkeit hat, mithin jede derfel-ben durch die andere durchaus bedingt ilt — dasjenige,

welches

erläuterte Zufammenhang des phyfifchen und chemifchenyerhähnifses der Dinge, in diefem Falle fo wie in -ahllo-fen anderen anzuerkennen: dafs Phyfik und Chemie nurzwei Seiten einer Wiflenfchaft darftellcn, welche ßch gegen-feit ig nie ganz entfibrigen können , folbit da nicht, wo diePliyfik faft einzig als Theil der angewandten Mathematikauftritt, und das Befondersiein der Dinge. das qualitativeVerhähuils deifelben, der Chemie iiberläfst.